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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Mcycr von Knonau Mryerbcer.

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bei Czerny u. bereiste alsConcertgcbcr ganz Europa,von 1845 auch die Vereinigten Staaten; lebt theilsin Paris, theils in London. 10) Konrad, schweizer.Dichter, geb. 1824 zu Winkel im Kanton Zürich,lebt gegenwärtig in Zürich. Er gab heraus: Ge-dichte in schweizer. Mundart, Zürich 1844; DieJungfrau von Orleans, Heldengedicht, ebd. 1854;LiedcrderArinuth, cbd. 1856 rc. 11 ) KonradFer-dinanü, schweizer. Dichter und Schriftsteller, geb.12. Oct. 1825 zu Zürich; betrieb an der dortigenUniversität historische u. philologische Studien, mußteaber Kränklichkeit halber längere Zeit seineStudicnunterbrechen u. lebte in Lausanne, Paris n. wieder-holt inJtalien. Später ließ er sich znSeehof-Mcileubei Zürich nieder, widmete sich hier dem Studiumder französischen Literatur, schrieb Einiges in franz.Sprache, so August Thicrrys Erzählungen aus derZeit der Merowinger, Elberf., u. dann in deutscherSprache: Balladen, Lpz. 1867; Romanzen n. Bil-der, ebd. 1871; sein poetisches Hauptwerk: Huttensletzte Tage, eine idyllisch-epische Dichtung, ebd. 2.A.1872; Eugelberg, eine Dichtung, ebd. 1872; DasAmulet, eine Novelle, ebd. 1873; Georg Jenatsch,eine Geschichte aus dem Dreißigjährigen Kriege, ebd.1876. Außerdem erschienen vereinzelt: Lieder undSkizzen, die seine einfache Sprache u. Ausdrucks-wcise, sein dichterisches Anschaucn und Empfindenbeweisen. 13 ) Jürgen Bona, philosophischerSchriftsteller, geb. 29. October 1829 zu Hamburg;studirte zu Bonn u. Berlin Naturwissenschaft, Me-inem und Philosophie, wurde 1862 als Lehrer fürPhilosophie an der Kriegsakademie zu Berlin an-gcstellt, von wo er 1868 als ordentlicher Professorder Philosophie nach Bonn berufen wurde. Er hatsich hier durch sein Wirken n. Schaffen das höchsteVerdienst um die Keuntniß des Aristoteles als Na-turforscher, sowie um das Verständnis; der franz.Philosophie in Deutschland erworben. Auch verdie-nen seine Vorschläge für Schul- u. Universitätsrefor-men die höchste Beachtung. M. schrieb u. A.: DieIdee der Seelenwandcrung, Hamb. 1861; ÜberFichtes Reden an die deutsche Nation, ebd. 1862;Kants Psychologie, dargcstellt und erläutert, Berl.1869; Philosophische Zeitfragen, Populäre Aussätze,Bonn 1870, 2.A. 1874; Schopenhauer als Menschu. Denker, Berl. 1872, 2. A. 1874; Weltclcnd undWeltschmerz, Bonn 1872; Zum Bildungskampf un-serer Zeit, ebd. 1875. 13 ) Julius, Kunstschrift-stcller, geb. 26. Mai 1830 zu Aachen; ging 1848an die Universität Güttingen, dann nach Paris und1852 nach Heidelberg, endlich 1859 nach München,wo er sich fast ausschließlich dem Kunststudium wid-mete. Er bereiste Frankreich, Italien, Deutschlandn. Österreich und ward 1872 zum Director der Ge-mäldegalerie des Alten Museums in Berlin ernannt.Schriften: Geschichte der modernen franz. Malerei(Lpz. 186667); Correggio (1871). Seit 1870besorgt er die neue Ausgabe des Naglerschen Künst-lerlexikons. 14 ) Karl Heinrich Leo, bedeuten-der Sprachforscher, geb. 3. Juli 1830 zu Bledeln,Amt Hildesheim; studirte in Göttingen und Berlin,wurde 1856 Privatdocent, 1862 außerordentlicherProfessor in Göttingen, 1865 ordentlicher Professorder deutschen u. vergleichcndenSprachkunde in Dor-pat. Erschr.: Der Infinitiv derhomeriscken Sprache,Götting. 1856; Bemerkungen zur ältesten Geschichte

der griech. Mythologie, ebd. 1856; VergleichendeGrammatik der griech. und latem. Sprache, Berl.186165; Gedrängte Vergleichung der griech. undlatem. Declination, ebd. 1862 ; Flexion der Adjsc-tiva im Deutschen, ebd. 1863; Die gothische Sprache,ihre Lantgestaltung, insbesondere im Verhältniß zumAltindischen, Griechischen u. Lateinischen, ebd. 1869.

V 8) 13j Regnet. S)wr. 41 Lt> Braml'ach. öl 71 Löffler.

0) Siebenrock. 10 ) 11 ) 12 > Beyer.

Meyer von Knona», 1) Ludwig, schweizer.Historiker, geb. 12. Sept. 1769 in Zürich, betrat,nachdem er in Halle Geschichte, Philosophie u. Juris-prudenz studirt u. größere Reisen gemacht, die poli-tische Laufbahn, war eidgenössischer Gesandtschafts-secretär auf dem Congreß zu Rastadt, 1799 Kan-tonsrichter, wurde 1803 in das Obcrgericht u. 1805in den Kleinen Rath gewählt, bei Errichtung desZüricher Polytechnischen Instituts Professor desRechtsund Staatsrechts, 1829 Mitglied des Staats-raths und 1830 Vertreter des Kantons Zürich aufder Tagsatzung, zog sich aber 1839 von allen öffent-lichen Äemtern zurück u. st. 21. Sept. 1841; er schr.

u. A.: Handbuch der Gesch. der Schweizerischen Eid-genossenschaft, Zür. 182629,2 Bde.; gab heraus:Chronik des Weißen Buches u. a. 3 ) Gerold,Staatsarchivar des Kantons Zürich, Sohn des Vor.,geb. 2. März 1804, machte Reisen durch Deutsch-land, in Polen, Dänemark, Holland, Frankreich undItalien, erhielt, nachdem er seit 1827 im Finauzfachbei der Regierung gearbeitet, die Leitung des Staats-archivs in Zürich, dann die Oberdirection des Bun-desarchivs und die Hanptredactiou der Bearbeitungder Tagsatzungsverhandlungen. Erst. I.Nov. 1858in Zürich. Er schr.: Die Heldinnen des Schweizer-laudes, ebd. 1832; Histor.-geogr.-statist.GemäldedesKantons Zürich, St. Gallen 1834 ff.; Die Erdkundeder Schweizer. Eidgenossenschaft, Zür. 183739,2 Bde.; Historisch-geographischer Atlas der Schweiz,ebd. 1846, vollendet 1867^69 von seinem Sohne:3 ) Gerold.schweizer.Geschichtsforscher,geb. 5.Aug.1843 in Zürich, studirte daselbst, in Bonn, Berlin u.Göttingen Geschichte, habilitirte sich 1861 als Docentderselben in Zürich n. ist seit 1872 ordeutl. Professordaselbst. Er schr.: Über Richards vier Bücher Ge-schichten, Lpz. 1866; Jahrbuch für die Literatur derSchweizer Geschichte, 186869, 2 Bde.; Die Sagevon der Befreiung der Waldstädte, Bas. 1873; Ansmittleren n. neueren Jahrhunderten, historische Vor-träge u. Aufsätze, Zürich 1876; Die Ekkeharde vonSt. Gallen, ebd. 1876; gab heraus: St. GallenscheGeschichtsqnellcn, 3 Bde., in den Mittheil, des St.Gallcuschen Historischen Vereins, 187077. Lagai.

Meycrbcer, Giacomo, einer der hervorra-gendsten Operucomponisten des 19. Jahrh., geb.5. Sept. 1791 zu Berlin, hieß eigentlich Beer, än-derte aber einem Onkel znlieb, der die Gewährungseines Vermögens an diese Bedingung geknüpft hatte,seinen Namen in M. um. Er wurde sorgfältig er-zogen und bekam von Lauska, einige Zeit von Clc-meuti Klavierunterricht, der so vorzügliche Früchtetrug, daß er schon mit 9 Jahren öffentlich auftretenkonnte. Seine ferneren Lehrer wurden Zelter undB. A. Weber; doch genügte ihm dieser Unterrichtbald nicht mehr und er ging 1809 auf zwei Jahrenach Darmstadt, wo er gleichzeitig mit Karl Maria

v. Weber den Unterricht Abt Voglers genoß. Hier