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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Mctz.

deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen, am Einfluß chen Festungswerke der Stadtumwallung sind lin-der Seille in die hier schiffbare Mosel, mit der ein > regelmäßig. Die Stadt selbst ist mit bastionirtenHafen und ein von diesem südwärts ausgehender j Fronten umgeben. Vor derselben liegt im S. dasCanal nach Arnaville an der sranz. Grenze in Ver-! Hornwerk der Citadelle, im O. das Kronwcrk Belle-bindnng steht; Kreuzungspunkt der Eisenbahnen von croix, jetzt Fort Steinmetz, im NW. am linken Mosel-N-1'^irnII 111117 Iinsti Viieden-' User das Fort la LNoselle, jetzt Fort Voigts-Rhetz,

SaarbrückennachVerdunu. von Nancy nach Dieden-hofen n. einer direkten Verbindung mit Straßbnrg(Remilly-Rieding); Festung erster Ordn. (s.n.); Sitzeines Bezirkspräsidiums, eines Landgerichts, einerOberpost-u.Steuerdirection,einerNeichsbankstelleu.Handelskammer, eines Hauptzvllamtes, eines kathol.Bischofs, des Commandos der 30. Division, der Ca-st» alerie-Division des 15. Armeecorps, der 59. u. 60.Infanterie- u.30.Cav.-Brigade. DieobersteMilitär-beho'rde ist das kaiscrl. Festungsgouvernement. M.ist eine alterthümliche Stadt, sowol bezliglich der An-lage dcrStraßen, wie derBauartderHäuser; lO kath.u. eine evang. Kirche, unter ersteren die goth. Kathe-drale, im 13. Jahrh. begonnen, Schiff 1392 vollen-det, Chor aus dem 15. u. Ans. des 16. Jahrh., 1546eingeweiht, das Ganze 183035 restaurirt, seitdemaber ganz vernachlässigt u. erst unter deutscher Herr-schaft äußerlich und innerlich wieder hergestellt; beimBesuche des Kaisers Wilhelm i. 1.1877 brannte dasDach ab (7. Mai), ohne daß jedoch der Bau sonstSchaden genommen hätte. Im Inneren schöneGlasmalereien, Thurm 118 m hoch mit der etwa

14.000 LZ schweren Glocke La Mnette, welche nurbei den höchsten nationalen Feierlichkeiten ertönte.Außerdem: die St. Vincentkirche, ein im 13. Jahrh.begonnener edler gothischerBau, u. die St. Eucharins-Iirche,ausdeml2.Jahrh.die184851erbautcKircheSt. CoustanceinromanischemStil. Sehenswerth sindnoch der Justizpalast, das Stadthaus, das Theater,die Kasernen, ferner die Markthalle u. die Esplanadernit schönen Spaziergängen, das Museum mit be-deutender Sammlung römischer Alterthllmer, Münz-sammlung, naturhistorischem Cabinet und Gemälde-galerie, Bibliothek mit wichtigen Documenten fürdie Geschichte von Lothringen und der Stadt selbst;ferner die Standbilder der Marschälle Fabert u. Ney,sowie endlich die Denkmäler auf dem Kirchhofe derChambiere für die 1870 hier begrabenen 8400 sranz.Soldaten. Ferner hat M. 1 Bibliothek von 30,000Bdn 1 Synagoge, mehrere Hospitäler, 1 Kriegs-schule, 1 Lyceum, 1 Schullehrer-, 1 Lehrerinnen- u.1 Priesterseminar; FabrikeninLederwaaren,Flanell,Plüsch, Leinwand, Hüten, künstl. Blumen, Waffenund Nadeln. Größere Eisenwerke im Landkreis M.Handel mit Produkten, Lederwaaren, Eisen, Bau-holz, Möbeln. Eine Eigenthllmlichkeit von M. istder Dienstbotenmarkt am 26. Dec. Eine Pulver-fabrik liegt auf der Insel Saulcy. Den Verkehr imInneren, wie mit den Umgebungen, erleichtert einePferdebahn. Zahl der Bewohner 1873, einschl. der

12.000 Manu starken, aus Preußen, Bayern undSachsenbestchend.Besatzung, 45,856 (1Z71: 51,332,1867, bei schwacher Garnison noch 54,817). 1877betrug die Garnison 20,000 Mann. In der Um-gegend von M. (Pays Messt») berühmter Garten-bau, Obstzucht ».Weinbau. Etwa lOicmvonderStadtbeiJony-anx-Arches sind ansehnl. Reste der von Drn-sus erbauten röm. Wasserleitung (Laut äu Oiabls),eine neue von Gorze her wurde 186466 angelegt.M. ist Geburtsort von Ancillon, Custine u. MarschallFabert. Die aus dem 16. u. 17. Jahrh. stammen-

zwischen letzterem u. der Stadt die beiden befestigtenInseln Saulcy und Chambiere. 'Nach 1815 wurdewenig an den Befestigungswerken von M. gethau,erst unter dem Hause Orleans wurden dieselbenretablirt. Napoleon III. begann 1867 den Ban von4 detachirtenForts, denen vor Ausbruch des Krieges1870 noch 2 Forts zngefllgt wurden. Diese Werke,welche 20003000 m von der Stadtenceinte entferntliegen, sind nach der Besitznahme durch die Deut-schen sämmtlich im Bau vervollständigt resp. voll-endet worden. Die Namen der wichtigsten Forts,außer den vorhin schon genannten sind: FriedrichKarl (früher St. Quentin, östl.Theil), Maustein (St.Quentin, westl. Theil), C. v. Alvensleben (Plappe-ville), Manteuffel (St. Julien), Zastrow (Les Bottes),Göben(Queuleu), PrinzAug. von Württemberg (St.Privat), Kamele (Woippy). M. ist jetzt von acht de-tachirten Werken umgeben, die einen Flächenranmvon 25 Icm Umfang umschließen. Die Forts befin-den sich in steter Gefechtsbereitschaft. Westlich vonM. an der Straße nach Verdun liegen die denk-würdigen Schlachtfelder von Vionville (16. Aug.) u.Gravelotte (18.Ang.), östl. von M. das Schlachtfeldvon Colombey-Neuilly 14. Aug. (s. Deutsch-französi-scher Krieg 187071, S. 268 s.) mit zahlreichendeutschen u. französischen Denkmälern. Infolge derbei diesen Orten stattgehabten Kämpfe wurden derRheinarmee die Rückzugsstraßen nach dem InnerenFrankreichs verlegt n. dieselbe von dem Heeresthcilunter dem Marschall Mac Mahon dauernd getrennt.

Geschichtliches, s.) Allgemeines. Im Alter-thum hieß M. vivoäurnm und war eine Stadt derMediomatriker, daher auch Neäiornastrioi, im Mittel-alter Mettis. Im I. 69 n. Chr. wurden hier vonden Vitellianern ans ihrem Zuge nach Italien 4000Menschen niedergemacht. M. wurde 8. April451 vonAttila erstürmt u. zerstört; kam dann in die Gewaltder Franken und wurde unter Liesen die Hauptstadtdes Königreichs Australien. 840 wurde Ludwig derFromme ».nach ihm seine Gemahlin Judith in demin der Vorstadt liegenden, 1852 abgebrannten St.Martinsstift begraben. In der Theilung dcr LänderLothars d. Jüngeren kam M. nebst Australien auLudwig d. Deutschen und durch ihn an das DeutscheReich. Die Grafen von M. hatten nur die kaiser-lichen Rechte über die Stadt zu üben. Neben denGrafen bestanden Bischöfe, mit denen die Bürgerüber die Wahl der Schöppenmeister, welche dasStadtregiment führten, öfters Händel hatten. Aufdem unter Karl IV. hier abgehaltenen Reichstagewurde 25. Dec. 1356 die Goldene Bulle publicirt.1444 wurde M. von den Franzosen belagert; 1552nahm König Heinrich II. von Frankreich durch denConnctable, Herzog von Montmorency, Besitz vonM. u. übergab die Bertheidignng desselben dem Her-zog Franz von Lothringen und Guise, der eine drei-monatliche Belagerung und Beschießung bis EndeDecember von Seiten Karls V. glücklich aushiclt (Be-schreibungdnrch Beistand de Salignac, 1553). KönigHeinrich II. von Frankreich schloß im Frieden zu