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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
Seite
311
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Künstliche Unschlüssigkeit.

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nimmt Herr Richter vermutlich an: er sagte es nicht,da vier Wochen nicht genügten, auch nachdem die Sachein den Zeitungen besprochen war; aber er meint, siebrauchen eine gleiche Frist, um sich schlüssig zu machen.Wie dreht sich das um? Ueber ein Amendement von dergrößten Tragweite, was plötzlich eingebracht wird, mußman sich in fünf Minuten schlüssig machen, die Regierungmuß das, der Präsident muß es nach seiner ganzen Be-deutung klassifizieren, Gegner und Freunde müssen sichorientieren. Wer einmal eine Wahl übernommen hat,hat damit erklärt, daß er in fünf Minuten mit seinemUrteil über alle Dinge, die in der Politik vorkomme»,

fertig sein will; sonst kann er sich gar nicht auf solche

Ueberraschungen, die ein plötzliches Amendement bringt,dessen Tragweite nur erkennbar ist durch Vergleichungmit dem größten Material, einlassen und sich darüberschlüssig machen.

Meine Herren, nehmen Sie an, ein Minister wirdin einer Interpellation über Dinge der verwickeltstenArt gefragt, denken Sie an die Interpellation, die

im Jahre 1878 über die Lage der orientalischen Frage

gestellt wurde, ja, wenn ich da auch vier WochenZeit mir ausbitten würde, dann würden Sie sagen: dieBeantwortung der Interpellation ist einfach abgelehnt,wir werden dilatorisch behandelt. Denselben Eindruckhat natürlich die Regierung, wenn Sie nach vier Wochenhierüber noch immer Informationen und Studium brauchen.Sie hat den Eindruck, ihre Vorlage ist abgelehnt oderdilatorisch behandelt. Es paßt Ihrer Taktik nach irgendeiner Seite hin, sich darüber in diesem Augenblick nichtschlüssig zu machen, vielleicht niemals. Sie müssen dochmit etwas gleichem Maße messen! Geben Sie uns, der