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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
Seite
309
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Richterschc Verdrehungen.

gesagt und mich gegen eine solche Auffassung verwahrthabe. (Sehr richtig! rechts.) Ich wünsche dem HerrnAbgeordneten Glück zu der Geschicklichkeit, aber ich möchteihm als Warnung zurnfen, was der französische Dach-decker im Fallen sagte: ((a va lrion. pourvu gno gnckurs. (Heiterkeit.) Dergleichen kann auf die Dauernicht behauptet werden, und ich glaube, es ist doch etwasanrüchig, immer dergleichen zu versuchen und auf dieseWeise durch geschickte Oratorik der Regierung eine MengeMissethaten unterzuschieben, an die sie nicht entfernt ge-dacht hat.

Der Herr Abgeordnete sagte, es sei sehr tugendhaft,daß die Regierung es nicht will; aber wenn sie es wollte,das wäre schrecklich, und nun schildert er dieses ganzeWollen, — welches der Regierung fehlt, -- in einer sodrastischen Weise, daß es auf den Wähler den Eindruckmacht, als ob es wirklich vorhanden wäre.

Dann habe ich aus dem ganzen Inhalt des Richter-schen Vortrages entnommen, daß seine Auffassung derder Regierung heute sehr viel näher steht, als die desHerrn Abgeordneten Bamberger und als die seinige selbstam vergangenen Montag. Es ist das eine außerordent-liche Annäherung. Ich möchte ihn nur bitten: fahrenSie so fort (Heiterkeit), dann werden wir ein Herz undeine Seele sein, und Sie werden sich als mein getreuerKamerad an meiner Seite sehen (Heiterkeit), wenn Siedie Annäherung, die in diesen wenigen Tagen vollzogenist, weiter fortsetzen.

Damals unterschied sich die Richtersche Auffassungkaum von der Bambergerschen: Angra Peguena war ebeneine Sandbüchse, und ich erwiderte vergebens darauf,daß das Sache des Herrn Lüderitz und nicht die des