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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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308
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308 Die Frühjahrssession des Reichstages 1884.

ich überzeugt, das ist ein ungerechtes Vorurteil. Aberman glaubt einmal, wenn der Abgeordnete Richter sprichtund den Namen des Reichskanzlers — der, ich weißnicht wie viel Dutzend Mal in der Rede vorkam — nennt,dann muß ein bitterer und harter Angriff folgen. Manprüft erst den Wortlaut genau, und findet man nichts,so legt man zweifelnd das Blatt aus der Hand unddenkt: irgend wo muß es doch sitzen. (Heiterkeit.)

So z. B. hat der Abgeordnete Richter die Geschick-lichkeit gehabt, auf Grund meiner Aeußerung, daß ichhoffte, wir würden Garnisonen nicht brauchen, und daßich mich dem Prinzip der Garnisonen widersetze, nunvor den Augen der erschreckten Wähler den deutschenLandwehrmann in dem Gebiet der Namaquastämme hinterden Negern herlaufend dargestellt (Heiterkeit), als ob ichdas gewollt hätte. Ich dächte, hier wäre ich wenigstensganz sicher; aber latot anZnm 8ull llsrsta! Ich war sehrerstaunt, als der Herr Abgeordnete anfing, im gewöhn-lichen Ton anerkennend zu erwähnen, daß ich also Garni-sonen nicht brauchte. Damit war er sehr zufrieden; nunaber folgte im gehobenen Tone eine sehr scharfe Miß-billigung der Möglichkeit, daß der deutsche Landwehr-maun womöglich im Alter von 39 Jahren seiner Frauund seinen Kindern entrissen werden könnte, um in West-oder Ostafrika, in einer „Sandbüchse" — so, dünktmich, nannte er Angra Pequena — verwendet zu werden,um fliehende Namaquas zu greifen. Und muß nichtjeder, der nur den Herrn Abgeordneten gehört hat, oderder nachher den geschickt zugestutzten Bericht liest, glauben,der Reichskanzler wolle dem deutschen Landwehrmanndergleichen zumuten? Und das knüpft Herr Richter anmeine Bemerkung an, in der ich genau das Gegenteil