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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
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304 Die Frühjahrssessio» des Reichstages 1684.

langen, dem wir durch Beantwortung der hierüber zuerwartenden englischen Note entsprechen werden.

Es ist das jederzeit unsere Absicht gewesen, wie wirüberhaupt in keine exklusive Kolonialpolitik einzutretengedenken, wie leider andere, weniger mächtige Staaten,als England, sie ausüben und dadurch das Aufblühenund den Handel ihrer Kolonien unterdrücken. Das liegtnicht in unserer Absicht, sondern ich glaube, soweit wirüberhaupt eine Kolonialpolitik treiben, wird sie selbst dieZufriedenheit der veränderlichen Parteien in unseremLande sich zu erwerben vermögen. Indessen das gehörtder Zukunft an, das wollen wir abwarten.

Es ist sodann von dem Herrn Abgeordneten Richterdarauf hingewiesen, daß unsere Kolonialunternehmungenganz außerordentlich kostspielig sein und unseren not-leidenden Reichsschatz in eine noch schlimmere Lage bringenwürden als jetzt. Es ist das allerdings richtig, wennwir, wie das früher bei ähnlichen Versuchen geschehenist, damit anfangen wollten, eine Anzahl von oberenund unteren Beamten dort hinzuschicken und zunächst eineGarnison dort hinzulegen, Kasernen, Häfen und Fortszu bauen. Das ist aber nicht entfernt unsere Absicht,wenigstens die meinige nicht. Meine von Seiner Maje-stät dem Kaiser gebilligte Absicht ist, die Verantwortlich-keit für die materielle Entwickelung der Kolonie ebensowie ihr Entstehen der Thätigkeit und dem Unternehmungs-geiste unserer seefahrenden und handeltreibenden Mit-bürger zu überlassen und weniger in der Form derAnnektierung von überseeischen Provinzen an das DeutscheReich vorzugehen als in der Form von Gewährung vonFreibriefen nach Gestalt der englischen olrartM,im Anschluß an die ruhmreiche Laufbahn, welche die