Unterhandlung über Angra Peqnena. UNU
falls in der nächsten Session finden, und die Zeitungenwerden vorher schon Nachricht davon bringen. Aber inBezug auf Angra Peqnena war es nicht ganz zweifellos,es waren englische Bergwerksunternehmungen da, diegleichfalls von den dortigen Männern Konzessionen er-worben hatten, es waren englische Kaufleute dort an-sässig, es war dicht dabei eine zweifellos von Engländernfrüher einmal in Besitz genommene Insel ähnlichenNamens; kurz und gut, es waren dort so viele Zweifelvorhanden, daß ich einer so eng und traditionell befreun-deten Regierung und Nation gegenüber, wie es die eng-lische ist, auf keinen Fall leichtfertig Vorgehen wollte, nurnicht Anlaß zu einem Konflikt zu geben, aus dem wiruns entweder in Erkenntnis unseres Unrechts Hütten zu-rückziehen müssen oder ihn durchfechten auf Kosten einerFreundschaft, auf die wir Wert legen.
Es ist nun die Ermittelung einigermaßen dadurchverwickelt morden, daß die englische Regierung glaubte,nicht ohne Verständigung mit der Kap-Regierung, wohindie Verbindung noch nicht so schnell ist, wie zwischenhier und London, in der Sache vorgehen zu können.Es hat sich hingezogen, und erst die lebhafteren Ver-handlungen in den letzten Wochen haben mich erkennenlassen, daß ein günstiges Resultat erreicht werden würde,und in der That ist dieses günstige Resultat im Laufeder vorigen Woche durch eine unumwundene Erklärungder englischen Regierung herbeigeführt worden, die dahinlautet, daß die englische Regierung lediglich wünschte,durch einen Notenaustausch die Rechte ihrer Konzessionäreund Unterthanen, die in jenen Bezirken bereits wohnen,sicher zu stellen, kurz die Achtung wohlerworbener Rechtevon uns zu verlangen — ein selbstverständliches Ver-