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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
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Dil: Frühjahrssession des Reichstages 1881.

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Herr l)r. Bamberger in der Kommission vorgetragen.Aber ich mnß sagen, daß ich als der erste Kanzler desneugeschaffenen Reichs doch eine gewisse Schüchternheitempfand, eine Abneigung, mich so auszusprechen, undselbst wenn ich an diese unsere Schwäche und Unfähig-keit geglaubt hätte, ich würde mich geniert haben, denHilfesuchenden offen zu sagen: mir sind zu arm, wirsind zu schwach (Bravo! rechts), wir sind zu furchtsam,für euren Anschluß an das Reich euch Hilfe vom Reichzu gewähren. (Bravo! rechts.) Ich habe nicht denMut gehabt, diese Bankerotterklärung der deutschen Nationauf überseeische Unternehmungen den Unternehmern gegen-über als Reichskanzler auszusprechen. Wohl aber habeich mich sehr sorgfältig bemüht, ausfindig zu machen,ob wir nicht in unberechtigter Weise in wohlerworbeneältere Rechte anderer Nationen eingriffen, und die Be-mühungen, mich darüber zu vergewissern, haben mehrals ein halbes Jahr Zeit erfordert. Sie werden mirwohl erlassen, das auseinanderzusetzen, weil es ohneKritik nicht abginge. Ich habe mich dann entschlossen,an die englische Negierung die Frage zu stellen, ob sieauf Angra Pequena Rechtsansprüche geltend mache, undwie sie, im Fall daß es so wäre, glaube, diese begrün-den zu können. In Bezug auf andere Landstriche, woebenfalls deutsche Kaufleute sich in gleicher Weise zuetablieren beabsichtigen, konnte ich mich ohne Rückfragebei anderen überzeugen, daß dort nur die eingeborenenStämme bisher eine Souveränetät ausüben, und daßda Zweifel nicht vorliegen. Es wird sich bald Gelegen-heit bieten, (hört! hört!), auch hierüber, wenn Sie dannauch freilich nicht mehr versammelt sein werden, Eröff-nungen zu machen; es wird sich diese Gelegenheit jeden-