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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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Die wahre Aufgabe des Parlaments. 173

ein anderes Element, was ich für die Sicherheit unsererZukunft ganz unentbehrlich halte. Das parlamentarischeElement, wenn es nur als Hemmschuh benutzt wird,wenn der Beweis dem Volke geliefert wird, daß eswohlwollenden Absichten der Negierung seine Mitwirkungversagt, daß es nur ein einfaches Nein hat, daß eskeinen Versuch macht, der Negierung zu helfen, — dasmuß sich natürlich in hohem Maße abnützen und ab-schwächen, was ich für ein großes Unglück halten würde,denn ich weiß nicht, wie wir das ersetzen sollen. Ichbin in keiner Weise für eine absolutistische Regierung,ich halte eine richtig geübte parlamentarische Mitwirkungfür ebenso notwendig und nützlich, wie ich eine parla-mentarische Herrschaft für schädlich und unmöglich halte.(Bravo! rechts.) Das Parlament soll Nebel verhindernkönnen; es soll den Gefahren, die bei einer monarchischenRegierung und bei jeder Regierung mit Verschwendung,mit bureaukratischer Beschränktheit und Auffassung vomgrünen Tisch, mit Protektionswesen, männlichem undweiblichem, verbunden sein können, — denen soll essein Veto entgegensetzen können. Es soll verhindernkönnen, daß schlechte Gesetze gemacht werden, es sollverhindern können, daß das Geld des Landes verschwendetwird; aber regieren, meine Herren, kann es nicht. —Ich will darauf nicht eingehen; es wird sich noch andereGelegenheit finden, eine Vorlesung über die fundamen-talen Auffassungen in dieser Beziehung zu halten.

Ich weiß auch nicht, was man an die Stelle einesParlanients setzen würde, um den Gefahren, mit deneneine unparlamentarische, eine Regierung ohne Oeffent-lichkeit, ohne Preßfreiheit, verbunden wäre, vorzubeugen.Ich meine das vollständig ernsthaft. Ich bin über-