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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
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150 Die Frühjahrssession des Reichstages >884.

Bestreben; nur hätte ich es gern gesehen, wenn einigesMaß und Ziel darin beobachtet worden wäre. Nachdemdas nicht geschehen war, mußte ich diesem Satz der An-erkennung des Herrn Laster meine Aufmerksamkeit zu-wenden, denn ich konnte unmöglich zugeben, daß man mich,den Reichskanzler, vor den Triumphwagen der Oppositioneinspannte und von dort aus dem Kaiser sagte: DeinePolitik ist fehlerhaft gewesen, wir haben hier das Zeug-nis einer großen parlamentarischen Versammlung, undDein Kanzler ist genötigt gewesen, sein Visa darunterzu setzen und es uns einzuhändigen.

Nun bin ich ja nicht in der Lage, auch nur dasAecreditiv von der Hand des befreundetsten Monarchendem Kaiser vorzulegen, ohne daß ich eine oopia viclimataoder oopis tigurüo, will ich lieber sagen davon habeund mich von dem Inhalt überzeuge, ob ich es vorlegenkann. Wie kann man mir also zumuten, daß ich einensolchen feierlichen Akt, wie einen Parlamentsbeschluß,dem hiesigen Parlament im Namen des Kaisers unge-lesen mitteilen soll? denn ich kann Ihnen nur imNamen des Kaisers Mitteilungen machen; ich bin Be-amter des Kaisers, und ohne dessen vorausgesetzte still-schweigende oder ausdrückliche Genehmigung kann ichüberhaupt nicht zu Ihnen reden. Daß ich also einensolchen Akt niit meinem Visa versehen soll, der eine Kritikder Politik des Kaisers enthält, ja, daß ich das hättethun sollen, scheint eigentlich in der Aeußerung des HerrnAbgeordneten Richter zu liegen, wenn er sagt, ich hättemichunberufen eingemischt". Der Hergang, daß icheine amtliche Mitteilung bekommen habe, daß ich michgeweigert habe, sie ihres Inhalts wegen amtlich weiterzu befördern, kann ihm doch nicht entgangen sei». Er