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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
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Unsere Beziehungen zu Nordamerika.

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Zustände wird man im Auslande schwerlich annehmen,daß ein Mann von dieser Bedeutung sich oder anderegetäuscht hätte, indem er meine Einmischung in die Sacheeine unberufene nennt. Dieses Vorgehen also des HerrnAbgeordneten Richter legt mir die Notwendigkeit auf,auch wenn ich nicht wollte, das Wort zu ergreifen undüber meine Stellung zur Sache mich auszusprechen.

Unsere freundschaftlichen Beziehungen zu den Ver-einigten Staaten, die durch das Verhalten unserer oppo-sitionellen Presse, durch Aeußerungen des Herrn Ab-geordneten Richter, kurz und gut durch Schritte, dienicht von mir abhängen, die aber absichtlich oder un-absichtlich die Wirkung haben, diesseits und jenseits desOzeans Verstimmung hervorzurufen, mehr gefährdetwerden, als durch mein Verhalten, diese Beziehungensind so alt wie die Vereinigten Staaten. Bekanntlichwar Friedrich der Große der erste Monarch in Europa,der den Vereinigten Staaten näher trat, und seitdemsind die guten Beziehungen zwischen Preußen und Amerikaein preußisches Erbteil geblieben, welches wir in dasReich mit eingebracht haben; und seitdem ich an derSpitze der auswärtigen Angelegenheiten von Preußenund Deutschland stehe, bin ich unausgesetzt bemüht ge-wesen, diese Beziehungen zu pflegen. Es war dies ins-besondere der Fall im Anfänge meiner ministeriellen Lauf-bahn, wo in Amerika bekanntlich der Sezessionskrieg zumAusbruch kam, und wir den Versuchungen widerstandenhaben, die uns von anderer Seite, von seiten andererbedeutender Mächte, nahe traten, uns in diese innerenStreitigkeiten Amerikas zu mischen und auf den Zerfalldes großen Reichs der Vereinigten Staaten zu speku-lieren, indem wir die Südstaaten als kriegführende Macht

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