Not der Ueberschivemmten im Rheinland. 139
Wendung als der noch zu bewilligenden Mittel der Landes-regierungen, Sorge zu tragen, eine schwierige. Ich habezu ihrer Erfüllung ein Entgegenkommen gefunden in derBekanntmachung einer Anzahl von Abgeordneten der-jenigen Bundesländer, deren einzelne Landesteile durchdie Ueberschwemmuug gelitten haben, und in ihrer Aufforde-rung zur Sammlung. Ich könnte Seine Majestät bitten,nur zu erlauben, den kaiserlichen Beitrag einfach dieserSammlung zu überweisen. Aber nach der Fassung diesesAufrufs nehme ich au, daß auch diese Sammlung dochnur die entfernteren Bedürfnisse und nicht die augenblick-lichen im Auge hat, und außerdem vermisse ich unterden Unterzeichnern des Aufrufs jede Vertretung der Reichs-lande, namentlich des auch durch Rhein und Jll schwergeschädigten Elsaß. Ich zweifle nicht, daß es den Ver-tretern der übrigen Bundesstaaten gelingen wird, sich auchaus den Neichslanden den einen oder andern Kollegenbehufs Mitwirkung zu dem gemeinsamen Zwecke zu koop-tieren; mir aber ist es ein Bedürfnis, mit diesen Herren,also mit einem Teile der hohen Versammlung, den ichaußer stände bin, näher und einzeln zu bezeichnen, inVerbindung zu treten, um mit ihm die Mittel zu über-legen, wie diese kaiserliche Gabe zur Linderung der augen-blicklichen Not mit möglichster Beschleunigung an die Be-teiligten befördert werden kann. Ich rechne dabei aufdie Mitwirkung der Abgeordneten gerade der inundiertenWahlkreise als Vertreter der direkt Beschädigten. OhneBesprechung und beziehungsweise persönlichen Meinungs-austausch mit den Herren kann ich aber nicht daraufrechnen, den Intentionen des Kaisers gemäß die Ver-wendung zu machen. Ich möchte daher von meiner An-wesenheit hier den Gebrauch machen, diejenigen von den