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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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130 Die Rsichstagsssssion von 188283.

Herren, wo ist denn die Majorität? (Heiterkeit rechts.Zurufe links: Tabakmonopol! Zollnooelle!) Die Ma-jorität, die zuletzt eine entscheidende Einwirkung hiergeübt hat, hat in der Zollfrage gesprochen, und unterden Beschlüssen dieser Majorität leben Sie, und wennSie die anfechten, so treiben Sie Reaktion gegen ritogefaßte Beschlüsse des Reichstags, so sind Sie die Reak-tionäre, die unsre jetzige Zollgesetzgebung anfechten. Siewollen zu dem früheren Auszehrungs- und Schwindsuchts-spstem zurückkehren. Aber jetzt, wo haben Sie denn eineMajorität, hat sie Herr Bamberger oder der Fortschritt?(Zuruf links.) Sie wird schon kommen, sagen Sie?Ja, meine Herren, da würde ich mich herzlich darüberfreuen und dann werde ich mit voller Ueberzeugung undfreudigem Abwarten das Heft in Ihre Hände zu legendem Könige raten; dann wollen wir einmal sehen, wasSie können. (Heiterkeit.) Dann werden sich also dieVerhältnisse der neuen Aera und von 1848 wiederholen;es fragt sich nur, wie lange es dauert, wie viel Unglückwir in der Zeit erleben werden. Ich verstehe den Zu-ruf:es wird schon kommen," so; nun, da erwarteich Sie.

Der Herr Abgeordnete hat mir vorgeworfeu, alsob ich Zwietracht zwischen den Fraktionen stifte. Wiesollte ich das anfangen? Ich habe immer nur meineUeberzeugung vertreten; ich habe manchmal bei der einenFraktion, manchmal bei der andern Unterstützung gefun-den. Sollte ich etwa mein Bestreben für die Einigkeitunter den Fraktionen dadurch bethätigen, daß ich dieSezession verhinderte und die alte große Partei erhielt?Dazu bin ich nicht mächtig genug. Hätte Herr Bam-berger mich persönlich gefragt, so Hütte ich ihm schon