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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
Seite
119
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Absolutismus uud Patriotismus. llü

ich hätte die Sprache des Absolutismus gesprochen. Ja,meine Herren, das ist nicht zutreffend; aber ich würde,wie ich schon bei früheren Gelegenheiten gesagt habe,keinen Augenblick austeheu, die Sprache des Absolutis-mus zu reden, wenn ich mich überzeugen müßte — wo-von ich bisher nicht überzeugt bin —, daß Absolutismusund Patriotismus übereinstimmend sind, daß die deutscheNationalität, die deutsche Unabhängigkeit nach außen undnach innen Schutz und Würdigung nur bei den Dynastienfindet, und namentlich bei meinem Herrn, dem Königevon Preußen. Kurz und gut, wenn ich optieren müßtezwischen meinem Vaterlande und der parlamentarischenMajorität, so kann meine Wahl niemals zweifelhaft sein.Ganz abgesehen davon — soweit wie ich es hier aus-spreche, glaube ich es jedem zum Muster empfehlen zukönnen, daß er zwischen Patriotismus und Liberalismusnie zweifelhaft sein sollte in der Wahl — wenn ich inmeinem innersten Gefühl unter Umständen noch weitergehe und wenn ich entschlossen bin, selbst mit einem Un-recht habenden Monarchen, wenn er mein angestammterHerr ist, auch dann zu Grunde zu gehen, wenn er imUnrecht ist — das ist meine ganz persönliche Lieb-haberei, die will ich niemand empfehlen. Ich vertreteauch amtlich die Sache nur so weit, daß ich sage, esist traurig genug, wenn in der Ueberzeugung einesMannes, der so in Geschäften steckt wie ich, und der,wie ich glaube, ein ruhiges Urteil darüber sich bewahrthat, schließlich die Worte „Absolutismus" und „Patriotis-mus" näher verwandt werden, als verfassungsmäßigwünschenswert ist.

Der Herr Abgeordnete sagte schließlich: „Da wares die Nation, da waren es Männer auf der liberalen