116 Die Neichstagssession von 1882—83.
und er im Jahre 1848 in die Oeffentlichkeit der Politikgetreten. Ich will die Thür, durch die wir eintraten,hier ganz außer Betracht lassen, ich rechte mit der Ver-gangenheit nicht. Seitdem hat der Herr Abgeordneteeinen erheblichen Teil seiner Vergangenheit in Pariszugebracht. Soviel ich weiß, liegt seine Auffassungs-weise noch mehr domiziliert in jener großen Hauptstadtan der Seine, als bei uns; der Herr Abgeordnete Bam-berger würde, wenn das in Frankreich zulässig wäre,jedenfalls sujst mixts sein. Und was hat der HerrAbgeordnete Bamberger in der Zeit praktisch zur Förde-rung unsres Nationallebens überhaupt gethan? Blickenwir auf die dreißig Jahre zurück, was der Herr Ab-geordnete Bamberger seitdem gesprochen und geschriebenhat, und was ich seitdem geleistet habe, und dann glaubeich, werden Sie finden, ich bin berechtigt zu der Be-hauptung, daß ich, der deutsche Reichskanzler, der ichnach dem Willen des Kaisers bin, mehr Recht habe, imNamen der deutschen Nation zu sprechen, als Herr Bam-berger. Wenn ich nicht durch meine Eigenschaft als Mit-glied des Bundesrates behindert wäre, so zweifle ich nicht,daß mir ein Wahlkreis in diesem Lande eröffnet würde,und daß ich dann gerade im Namen der deutschen Nationund des Wahlkreises sprechen könnte. (Sehr richtig!rechts.)
Jetzt, wo ich bloß den Kaiser, meinen Herrn, unddie verbündeten Regierungen und, wie ich glaube, einegewisse Sympathie, deren Teilnehmer nach Köpfen nochstärker ist, als die Majorität, die der Herr AbgeordneteBamberger bei der Wahl gehabt hat, wenn wir alle dieauszählen könnten, die ich für mich hätte, so glaube ichdoch, daß ich mehr Anspruch darauf habe, mich für einen