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Die Neichstagssession von 1882—83.
die Behauptung des Reichskanzlers unrichtig sei, daß die Renta-bilität der geforderten Regie außer aller Frage stehe. Bezüglichder Straßburger Manufaktur habe die Kommission kein eigentlichesVerlangen auf Vorlegung der Rechnungsabschlüsse gestellt, sondernnur einen Wunsch ausgesprochen. Der von dem Reichskanzler an-gezogene französische Nationalökonom Leroy-Beaulieu sei gewiß eineAutorität in manchen wirtschaftlich-politischen Fragen, das schließeaber nicht aus, zu untersuchen, ob diese Autorität auch in der vor-liegenden Frage von Bedeutung, und ob das, was für Frankreichzweckmäßig, bei gänzlich veränderten Verhältnissen nicht vielleichtvöllig unzweckmäßig sei. Mit Entschiedenheit für die Vorlage tratder nationale Abg. v. T reit sch k e ein, worauf der Abg. Bam-berger das Wort zu sehr langer Rede gegen dieselbe nahm, wel-cher aber der Reichskanzler, der eigentliche „König des Festes", wieder Redner sich ausdrückte, nicht mehr beiwohnte. Letzterer be-klagte sich zunächst darüber, daß Fürst Bismarck den Reichstagheute mehr als preußisches Abgeordnetenhaus denn als deutschenReichstag betrachtet habe. Dazu hätte man doch den letzteren nichteinzuberufen brauchen, um hier spezifisch preußische Angelegenheitenund Steuerbedürfnisse zu verhandeln. Freilich sei die ganze Reichs-tagssession, deren wesentliche Ursache doch nur das Monopol ge-wesen, als eine verfehlte zu bezeichnen. Der Reichskanzler selbsthabe das Monopol eine verlorene Sache genannt und nur seineQuittung darüber verlangt; nun, so mag er auch die Idee ver-schmerzen, die Tabaksteuer weiter in die Höhe zu treiben. DerRedner erging sich dann in einer ausführlichen Verteidigung desFreihandelsprinzips gegenüber dem Monopol, welches, wie das Bei-spiel Oesterreichs und Frankreichs lehre, schlechte und immer schlech-tere Cigarren liefere. Aber das Tabaksmonopol sei nur ein Teilin dem ganzen System der inneren Politik des Reichskanzlers,welche seit vier Jahren, seit dem Zolltarif abwärts gegangen seiund immer neue Niederlagen erlitten habe, ein wahres Trümmer-feld von Vorlagen sei. Nur deshalb trete der Fürst so lebhaft fürdie indirekten gegen die direkten Steuern ein, weil erstere sichweniger leicht kontrolieren ließen. Die so oft betonte „Förderungdes Reichsgedankens" habe damit nichts zu thun. Die 16S Millio-nen, welche nach Rechnung der Motive das ganze Geschäft derTabakfabrikanten, der Tabakhändlsr und Verschleißer abwerfe, sollen