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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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Seien Sie einig!

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zu den deutschen Dynastien das Zutrauen, daß sie dennationalen Gedanken stets Hochhalten werden, daß sieihrerseits die politische und militärische Einheit des Reichesunverbrüchlich bewahren und jeder Versuchung Fremderwiderstehen werden und uns dann vielleicht auch überdie Gefahren und Krisen hinweghelfen werden, denendas Reich ausgesetzt sein könnte, wenn seine parlamen-tarische Gestaltung und wenn die Thätigkeit hier im Reichs-tage vielleicht vorübergehend an dem Marasmus der Frak-tionskrankheit leiden sollte — (Lachen links) in einerbedenklichen Weise leiden sollte. Dann, meine Herren,habe ich das Vertrauen zu der Zukunft unsrer Einigkeit.Diese Einigkeit ist die Vorbedingung unsrer nationalenUnabhängigkeit. Deshalb hüten Sie sich vor der Zer-fahrenheit, der unser deutsches Parteileben bei der un-glücklichen Zanksucht der Deutschen und der Furcht vorder öffentlichen Meinung, bei der byzantinischen Dienereider Popularität, wie sie bei uns eingerissen, ausgesetzt ist.

Meine Herren, ich werde nicht oft mehr zu Ihnensprechen können, ich bin matt, ich habe keine Lust undkeine Kraft dazu und auch kein Interesse, aber ich möchtenicht von der Bühne abtreten, ohne Ihnen dies ans Herzzu legen: Seien Sie einig und lassen Sie den nationalenGedanken vor Europa leuchten; er ist augenblicklich inder Verfinsterung begriffen! (Lebhaftes andauerndes Bravorechts; wiederholtes Zischen links.)

Nach dem Reichskanzler sprach als Berichterstatter der Kom-mission der Abg. >>r. Barth, welcher zunächst konstatieren zu sollenglaubte, daß nach dem Resultat und Eindruck der ersten Lesungdie überwiegende Mehrheit des Reichstages der Regierungsvorlagedie verfassungsmäßige Zustimmung versagen werde. Im übrigensei sowohl der Vorwurf, daß dis Kommission das Material derTabaksenguete von 1878 unbenutzt gelassen habe, unbegründet, wie