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13 (1891) Bis an die Schwelle der Kolonialpolitik
Entstehung
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Nachklange.

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rein „dem Pnbliknm gestohlen sein" — das sei eine rein sozialistischeRichtung in der Regierung, gegen welche die Partei des Rednerssich verwahre, und auch das Zentrum wolle von dieser Tendenzdes omnipotenten Staats nichts wissen. Der Redner schloß „imNamen des deutschen Volkes" mit der Bitte an den Reichskanzler,dessen große Verdienste um die Erhaltung des europäischen Frie-dens er vollauf anerkenne, er möchte auch der Nation den innerenFrieden geben, damit jeder seiner Arbeit leben könne, ohne Furchtoder Hoffnung, daß die Gesetzgebung sich in dieselbe einmische.

Der Reichsschatzsekretär Scholz fiikrte darauf aus, daß esdem Reichskanzler gewiß nicht schwer werden würde, die großenund kleinen Angriffe, welche der Vorredner gegen seine Person ge-richtet habe, zu widerlegen, namentlich denjenigen, als habe er jeden Reichsgedanken geopfert. Der Versuch des Herrn Bamberger,die heutigen Ausführungen des Reichskanzlers als nicht im Zu-sammenhänge mit dem Inhalte der Verhandlungen stehend darzu-stellen, sie als einen maskierten Rückzug, als eine Verlegung desGefechts auf eine Seitenlinie zu bezeichnen, sei ein recht unglück-licher.

Der Abg. Lasker kam auf sein von dem Reichskanzler heutezitiertes, in der ersten Lesung der Gewerbeordnungsnovelle (am5. Mai) gebrauchtes Wort von den Hausierern als den „tüchtigstenKräften der Nation" zurück. Er ließ sich dazu folgendermaßen aus:„Ich hatte hier im Hause gesagt, daß unter den Hausierern sichdie tüchtigsten Kräfte befinden. Als ich zu Hause den stenographischenBericht durchlas, habe ich statt „tüchtigsten Kräfte" verbessert „tüch-tige Kräfte". Ein witziger Herr im Hause hat den von mir ge-brauchten Ausdruck verwandelt in den Satz: die besten und edelstenKräfte der Nation befinden sich unter den Hausierern. Seitdemwerde ich täglich mit Zeitungen beehrt, in welchen in langen Ar-tikeln ausgeführt wird, ich hätte gesagt: die Hausierer wären diebesten und edelsten Kräfte der Nation. Nachdem ich den Unter-schied auseinandergesetzt, werden Sie ersehen, daß nur Unverstän-dige oder Böswillige so verwandeln konnten, was ich wirklich ge-sagt habe. Zu meinem größten Bedauern habe ich heute vernom-men, daß der Herr Reichskanzler sich diese Entstellungen der Zei-tungen zu eigen gemacht hat. Ich wollte nur sagen, daß unter denHausierern tüchtige Kräfte sind; die Differenz zwischen meinem Aus-