Rentabilität; Tabakarbeiter und -Händler. 47
es 40 000, und ich weiß nicht, welche phantastischenZiffern den Wühlern darüber beigebracht sind. Daseinzige amtliche Material, was wir darüber haben undwas zuverlässig ist, liegt in der Tabaksenguete von 1878.Da ist die Zahl der gesamten in der Tabakfabrikationbeschäftigten Arbeiter auf 110 000 angegeben, von denen4000 außerhalb des Zollvereins wohnen. Die Zahl allerder in dem Tabakhandel beschäftigten Individuen — undin ihnen liegt der Hauptwiderstand — ist angegeben auf8525 Köpfe im ganzen Deutschen Reich. Die regierenihrerseits die heutige Bewegung und haben ja einen er-heblichen Einfluß, und jeder, der Opposition gegen dieRegierung treibt, steht ihnen ja bereitwillig bei. Aberdiese 110 000 Arbeiter mitsamt den 8000 im Handelbeschäftigten, also sagen wir 120 000 Leute, würde dieRegie doch mit Leichtigkeit absorbieren und unterbriugen,und es werden da keine Arbeiter brotlos. Wenn Siejeden, der ab und zu als Kellner oder sonst mit Cigarrenhandelt, oder jeden, der in dem Materialladen zwischenHäringsfässern und Petroleum auch ein paar Cigarrenstecken hat, dazu rechnen wollen, dann freilich werdenSie höher kommen. Aber die Enquete liegt vor; sie istamtlich, hier ist sie gedruckt. Seite 14 in Nr. 37 derdamaligen Drucksachen giebt keine höhere Ziffer an.
Diesen Arbeitern würde es keinenfalls so schlechtgehen; es würde besser für sie gesorgt werden, als z. B.für die meiner Rechnung nach ca. 100000 Arbeiter derEisenindustrie, die vor einigen Jahren dem Moloch desFreihandels ohne alles Mitleid geopfert wurden. (Sehrwahr! rechts.) Ist denn der Eisenarbeiter seinerseitsminderwertiger als der Tabakarbeiter? Wenn wir dasTabakgeschäft schädigen, werden wir angeklagt, als wenn