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Die Leugnung des Bedürfnisses.
wir müssen doch ein Ziel anerkennen, nach dem gestrebtwerden muß, dem man allmählich sich zu nähern sucht.Wir müssen wenigstens den guten Willen bethätigen, derPrüfung dieser Sache näher zu treten, sie nicht zu scheuenund nicht unter dem Vorwände, daß Witterung undParallelsitzungen uns daran verhindern, uns die Prüfungder Not unsrer Mitbürger zu versagen. Dieses Bedürf-nis zur Anerkennung zu bringen, war unsre Hoffnung,als wir das Verwendungsgesetz dem preußischen Land-tage vorlegten. Dieser Landtag hat unsre Hoffnung ge-täuscht, und wenn ich dazu nehme, daß auch mehrere derverbündeten Regierungen ihrerseits ein Bedürfnis zurSteigerung des Landeseinkommens aus Neichsquellennicht empfinden, indem sie das Monopol abgelehnt haben,ohne einen andern Vorschlag oder auch nur die Neigungauszusprechen, auf andern Wegen zur Beschaffung derMittel die Hand zu bieten, wenn ich dazu nehme, daßder Bericht Ihrer Kommission das Bedürfnis geradzubestreitet und, ganz abgesehen von der Resolution Lingens,die sich in schroffen Gegensatz zu der königlichen Botschaftvom 17. November 1881 stellt und das Reich als bedürfnis-los bezeichnet und seine Glieder, — wenn ich sehe, daßauch das Gutachten der Kommission dahin vorläufig sichäußert, daß kein Bedürfnis vorläge, die Allgemeinheitmit neuen Steuern zu belasten, wenn ich dazu nehme dieindirekte Leugnung des Bedürfnisses, wie sie in der Ab-neigung des preußischen Landtages liegt, die Frage auchnur zu beraten, — wenn ich das alles zusammennehme,so kann ich zweifelhaft werden, ob das Bedürfnis, wasSeine Majestät der König und seine Minister mit ihmin Preußen sehr lebhaft empfinden, im ganzen Landeempfunden wird, ob es wirklich vorhanden ist.