28 Die Reichstagssession von 1882—88.
Treppenstufen der wirtschaftlichen Leiter, welche der Be-treffende damit hernntergeworfen wird, sind gerade sozahlreich, wie seine Klassensteuerstufe angibt.
Dann beträgt ferner die Zahl der fruchtlos ver-suchten Pfändungen außerdem 565 766 in der preußi-schen Monarchie, (hört! hört! rechts) davon in der unter-sten arbeitenden Klasse 386 017, in der zweiten 135 635,in der dritten 22 774, in den acht obersten immer noch21340 — also ein Zeichen, wie unvollkommen die Mög-lichkeit der Veranlagung dieser Steuer ist, daß in dervierten bis zwölften Klasse noch 21000 Positionen in-exigibel sein können. Es betrügt also die Summe derSpalten 3 und 4, d. h. die Gesamtheit der wegen Klassen-steuer vollzogenen und versuchten Pfändungen für einJahr 1004 739. Aehnliche Resultate liefert ein drei-jähriger Durchschnitt, den ich dem statistischen Amte ver-danke, der die Budgetjahre von 1878 bis 1881 — inderen Mitte bekanntlich ein Wechsel des Termins statt-gesunden hat — umfaßt. Für diesen Zeitraum beträgtdie Gesamtzahl der Auspfändungen im preußischen Staat3 304 065, — ich will Sie verschonen mit der Aufzählungder einzelnen Jahre, Ihnen nur das Gesamtresultat geben— wobei die vollzogenen Pfändungen 1 617 831 be-trage», die fruchtlos versuchten Pfändungen daneben1 686 234. Es kommen danach in beiden Positionenzusammen auf diese drei Jahre 3 300000, durchschnitt-lich auf jedes Jahr 1 100000 Pfändungen. Die Anzahlhat im ersten Semester des Jahres 1881/82 infolge derBesserung der Zustände, vielleicht auch infolge der ein-geführten Klassensteuernachlüsse, eine Reduktion erfahren.Obschon mir das ganze Jahr nicht vorliegt, so läßt sichdoch glauben, daß in diesem Jahre infolge der gebesserten