Das Zentrum und der Papst.
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Im vorigen Jahre verließ ich den Reichstag mit deraufrichtigen Ueberzeugung, daß die Herren vom Zentrnmbeabsichtigten, sich der Regierung zu nähern und zu einemKompromiß mit derselben zu gelangen, nicht bloß überSchntzzollfragen, sondern auch über Fragen, die hier nichtvorliegen, mit denen Sie ja in vierzehn Tagen, hoffe ich,im preußischen Landtage sich beschäftigen werden. Durchdiese Wahrnehmung fühlte ich mich ermutigt, mit Ver-trauen an die Verhandlungen mit der römischen Kuriezu gehen, denn ich versprach mir damals wirklich eiltErgebnis davon. Dieses mein Vertrauen zu Ergebnissendieser Verhandlungen ist durch das inzwischen im Land-tage und Reichstage vom Zentrum beobachtete Verhaltenerschüttert worden. Für mich liegt in dem Auftreten desZentrums gegen die deutsche resp. preußische Regierungeine Interpretation für die Intentionen des römischenStuhls, ein Barometer für das, was wir von Romschließlich zu erwarten haben. (Oh! Oh!) — MeineHerren (zum Zentrumt, unter Ihnen sind viele Priester;andere, ich glaube, die meisten von Ihnen sind unterpriesterlichem Einfluß gewählt worden und werden unterdemselben wieder gewählt werden, also Ihr Oh! ist nichtganz gerechtfertigt. Ich glaube. Sie sind doch allein der Lage, ans die Meinung des Papstes Rück-sicht zu nehmen, und wenn diejenigen Intentionen vor-handen wären, auf welche wir rechnen müssen, um Friedenzu machen, so hätten Sie die Rolle nicht spielen können,die Sie im Landtag lind Reichstag seit dem vorigeil Herbstgespielt haben, sondern Sie würden dasjenige Verhalte»fortgesetzt haben, welches zu meiner Freude und zur Be-lebung meiner Friedenshoffnnngen im vorige» Sommervon Ihnen bekundet wurde. Indessen das ist Ihre Sache,