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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
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Vorwort zuin elften Band.

ziehen von dem großen Werke, das er geschaffen, Deutsch-land eine achtunggebietende Stellung nach außen zu gebenundeine Organisation in der Weise, daß wir als großeNation in der Welt srei atmen können".

Erschwert wurde dem Kanzler auch die Erreichungseiner neuen großen Ziele durch eine leidenschaftlicheOpposition, welche sich ans diesen patriotischen Boden nichtzu stellen vermochte,weil die Gegner von ihrem Ur-sprünge, dem Boden der Parteikämpfe, der an ihrenSchuhen klebt, sich niemals werden frei machen können".Mit dem Losungsworte:Gegen Bismarck" marschiertenvereint Zentrum und Freisinnige, Sozialdemokraten, Polenund Welfen, und ergossen ihren unersättlichen Haß ausdas Haupt des Ministers, der ihnen zu lange im Amtesaß. Daß dieser den Kampf mit der ihm eigenen Wuchtund Schneidigkeit in Abwehr und Angriff aufnahm, warbei seinem bekannten energischen Charakter nicht anderszu erwarten. Es erinnert an die stürmischen Zeiten desalten Verfassungskonflikts von 180205,, wenn der Kanz-ler den unparlamentarischen Pfuiruf eines Abgeordnetenans der Stelle mit einem schlagfertigenSchamlos!"pariert, oder wenn er die Stadtverwaltung von Berlinals einenFortschrittsring" bezeichnet und Aehnliches.Eine gewisse Bitterkeit des Ausdrucks, hervorgerufen underklärt durch das Gefühl erlittenen nationalen Undanks,ist in diesem parlamentarischen Kampf auf Seiten desFürsten Bismarck nicht zu verkennen und braucht nichtabgeleugnet zu werden. Gern aber beruhigt und versöhntsich der Leser damit, wenn er im Lauf dieser Verhand-lungen auf die goldenen Worte vom praktischen Christen-tum, von der Notwendigkeit der Erleichterung des kleinenMannes u. a. trifft.

Auch der vorliegende Band der Bismarckreden ent-hält des Interessanten und Belehrenden so viel, daß cseiner besonderen Empfehlung nicht bedarf.

Berlin, im Dezember 18?9.

vr. W. ZülM.