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10 (1889) Die neue Zollgesetzgebung 1879
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Die Reichstagssessio» von 1879.

Juden *) sehr viel schneller verwirklicht als ich glaubte, daßcs möglich wäre. Ich habe Schuld, daß die Interpellationgestellt ist, ich habe sie durch freiwillige Beantwortungund Beschwichtigung nicht verhindert; ja es fehltnur noch, daß er sagt: erst infolge der Antwort, die ichauf die Interpellation gegeben habe, sei sie gestellt wor-den. (Heiterkeit.)

So ungefähr dreht sich die Sache herum. Ich kannalle und namentlich ganz unmotivierte — ich will nichtden Ausdruck frivol gebrauchen, den der Herr Vorrednergebraucht hat — aber ganz unmotivierte Befürchtungenbeschwichtigen — wie ich über diese Nachdenken und Zei-tungen lesen und mir den Kopf zerbrechen, wie ich diebeschwichtigen soll, fällt mir nicht im Traume ein, undHerr Bamberger mag fürchten, was er will, ich werdeihn nicht beruhigen. Ich thue meinen Dienst nachallen Richtungen hin und weiter nichts. Alsodeshalb zu sagen: wir haben die Interpellation stellenmüssen — ich glaube, er sagte, sie hätten alles ge-than, um die Interpellation zu vermeiden, nun, doch nichtalles, Sie konnten sie einfach nicht stellen, dann warsie vermieden. (Heiterkeit.) Zeitungsberichte, Zeitungen— wer hat denn diese Artikel in die Zeitungen ge-schrieben? Ich will das nicht untersuchen, jede Zeitungnimmt sie, wenn'sie geschickt und von sachkundiger Federgeschrieben sind. Der Herr Vorredner sagt, er hätte dieSilberverkäufe gar nicht berühren wollen, aber seine ganzeArgumentation knüpft er an die Gerüchte, die infolgeder Sistierung der Silberverkäufe entstanden sind, und

*) Der Herr Reichskanzler hatte oben von einem „Lembergsr"Juden gesprochen: an dieser Stelle steht aber im amtlichen Bericht:Bamberger. Es liegt entweder ein Sprsch- oder Druckfehler vor.