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Die Reichstaqssession von 187!».
der Gefahr der Verseuchung des eignen Landes, ich weißnicht, woran es liegt, es scheint mir aber absolut un-möglich, daß unser Verkehr, wie ich dies angedeutet habe,sich so lange Zeit, wie es der Fall gewesen zu sein scheint,der Kenntnis der zur Beobachtung der Gesetzesüberschrei-tung angestellten Beamten habe entziehen können. Dieneuesten Untersuchungen in Ostpreußen haben ja zur Ge-nüge dargethan, daß Beamte, auch selbst von nicht ganzniedrigster Stellung, mit falschen Attesten bei diesen Ein-schleppungen, die uns so gefährlich gewesen sind, die un-fern ganzen Viehhandel nach England zerstört haben, —vorderhand — daß sie dabei mit Ausstellung von fal-schen Attesten thätig gewesen sind. Welches wird nundie Bestrafung dieser Uebertretnngen sein, man kann wohlsagen, angesichts der Kalamität, die dadurch über unserLand herbeigezogen ist, dieser Verbrechen, daß jemandleichtsinnig, um einen Gewinn zu suchen, das ganze Landder Gefahr der Seuche aussetzt? Nun, meine Herren, icherlaube mir, daran zu erinnern, wie das Gesetz wegenBestrafung fahrlässiger oder verbrecherischer Einschleppungvon Seuchen vorgebracht wurde, wie außerordentlich vonder Seite, die es für ihre Aufgabe hält, mehrfür den Verbrecher als für den ehrlichen Mann(Abgeordneter Lasker: Ich bitte ums Wort!) bei Stel-lung der Strafsätze sich zu interessieren, —
Partei genommen wurde, will ich nicht sagen (Zuruflinks) — aber wie man mehr Angst hatte, daß dem Ver-brecher zu viel geschehe, als davor, daß die Gesellschaftunzulänglich beschützt sei. Es sind die Strafsätze ganz '(außerordentlich gemildert worden, so daß sie in ihrenKonsequenzen kaum noch den nötigen abschreckenden Cha-rakter haben, und ich glaube, wir werden durch die