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Die Reichstagssession von 187V.
Fall, ivo der Herr Abgeordnete Hasselmann durch einenOrdnungsruf des Herrn Präsidenten ganz genügend zurBefriedigung des Hauses zur Ruhe gebracht worden sei*).Ich will die Rede des Herrn Abgeordneten Hasselmaun nichtwiederholen, welche der Herr Präsident mit dem mildenAusdruck charakterisierte, daß sie „an direkte Provokationzum Aufruhr grenzte". Ich glaube, sie war es schonvollständig, (Zwischenruf: Nein!) und es ist richtig, daßder Herr Abgeordnete Hasselmann darüber zur Ordnunggerufen wurde. Welches war nun der Eindruck, dendas auf den Abgeordneten Hasselmann machte? Er nahmnoch einmal das Wort:
„Nicht ich bin es, der provociert; ich habe zurGenüge erklärt, daß ich den Weg des Friedens vorziehe.
*) Die betreffende Stelle in der Rede des AbgeordnetenLaster lautete: „Es wird in den Motiven der Vorbahn auf dieRede eines socialdemokratischen Abgeordneten Bezug genommen,bei welcher der Herr Präsident erklärt hat, daß gewisse Ausdrückenahezu an die Aufforderung zum Widerstande streiften. Haben dadie Mittel gefehlt, diese Ausführungen zu unterdrücken? In denletzten Sätzen einer vielleicht zweistündigen Rede kamen die gerügtenAusdrücke vor, und die Gewalt des Herrn Präsidenten hat voll-ständig ausgereicht, um das baldige Ende der Rede herbeizuführen,nachdem der Herr Präsident das Präjudiz angedroht hatte, daß ermit den Mitteln der Geschäftsordnung der Rede würde ein Endemachen müssen. Der nächste Redner verschaffte dann dem Hauseund, wie ich glaube, im wahrheitsgetreuen Bericht, auch dem ganzenLande die vollste Genugthuung. Ich habe die gerügte Rede (desAbgeordneten Hasselmann) seitdem nachgelesen, um mich zu infor-mieren, und ich habe nicht gefunden, und wahrscheinlich würde jedessachverständige Mitglied des Hauses nicht finden, daß gegen jeneRede mehr als mit dem Ordnungsruf einzuschreiten gewesen wäre."Der Wortlaut der aufrührerischen Rede des Abgeordneten Hassel-mann ist hier absichtlich nicht wiedergegeben worden.