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Die Reichstagssessio» vvn 1870.
Posteinrichtimg nicht nach meiner eignen Ueberzeugungsich bewährt hat, und ich sie anders wünschte, als ichdamals zugestimmt hätte, daß sie sein sollte.
Sie sehen aus meiner ganzen Darlegung, daß ichweniger das Wort ergreife, um dem Herrn AbgeordnetenRichter zu antworten, als um, was mir viel mehr amHerzen liegt, meiner Stellung zu dem Herrn AbgeordnetenDelbrück Ausdruck zu geben. Ich weiß ja nicht, wie weit,wenn die Verhandlungen über unsre Tarifreform kommen,unsre Meinungen auseinandergehen; aber sie mögensachlich so weit auseinandergehen, wie sie wollen, dieseDifferenzen werden niemals hindern, daß ich mich dergroßen Aufgaben, an denen wir gemeinsam und mit Er-folg gearbeitet haben, der mächtigen Unterstützung, dieDeutschland dabei dem Herrn Abgeordneten Delbrück zudanken hat, jederzeit mit Achtung und Wohlwollen er-innere. Ich habe überhaupt nicht die Neigung, sachlicheMeinungsverschiedenheiten auf das persönliche Gebiet zuübertragen, und ich bin dein Herrn Abgeordneten Del-brück sehr dankbar, wenn er sachliche Meinungsverschieden-heiten ohne jeden Einfluß auf unsre persönlichen Be-ziehungen läßt, und ich bin auch überzeugt, daß er esthun wird.
Ich bin als Kanzler, allein gelassen, verpflichtet,meine Meinung zu haben, nicht bloß berechtigt, ich binverpflichtet, nach meiner Meinung zu handeln; ich bingenötigt gewesen, den Sachen näher zu treten, über diewir verhandeln, ich habe meine Ueberzeugung inzwischenvollständig festgestellt und werde danach handeln, auchwenn ich einen sofortigen Erfolg nicht finden sollte; ichwerde dann denselben Weg von neuem versuchen, wennich in meinem Amte bleibe, was ich ja nicht weiß.