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Die Reichstagssession von 1879.
in derselben Beziehung stehen, mir das Leben nach Mög-lichkeit schwer machten.
Eine zweite Frage war für mich — in Hinblick aufdie Aufgabe, über die ich mir bei Eintritt in den Mini-sterialdienst vollständig klar war, die Auseinandersetzungmit Oesterreich um die Hegemonie in Deutschland — dieBeziehung zu Frankreich; diese war günstig gerade infolgedieses Handelsvertrages. Es war vorauszusehen, daß wirzur Verfallzeit einen starken Krieg mit Oesterreich habenwürden über die Frage, ob der sogenannte großdeutscheZollverein eingeführt werden, ob es Oesterreich gelingensollte, unfern preußischen Zollverein zu sprengen odernicht, und zur Verteidigung unsrer Interessen in dieserFrage fand ich diesen Handelsvertrag als eins der wesent-lichster: Werkzeuge und Waffen vor. Wenn nun — ge-setztensalls ich hätte damals, was mir gar nicht einge-fallen ist, Tarifpositionen geprüft und mir eine Stellungbeigelegt in Bezug auf die Handels- und Wirtschafts-politik und ich wäre zu der Ueberzeugung gekommen, dieich jetzt habe, daß dieser Weg nicht richtig sei — war da-mals von mir zu erwarten, daß ich meine ganze politischeAufgabe im ersten praktischen Entstehen gefährden würde,indem ich Frankreich gegenüber einen einfachen Vertrags-bruch vornahm? Denn anders konnte ich diesen Vertragnicht mehr ändern. Gewiß nicht! Ich hatte allen Grund,dieses gute Einvernehmen zu erhalten. Es ist mir dasnicht bloß in der kurzen Zeit gelungen, in der ich inParis Gesandter war, also persönlich, sondern auch inden recht schwierigen Zeiten durch die polnische Krisishindurch, in der Frankreich uns gegenüberstand, doch dieBeziehungen, und nicht am wenigsten an der Hand diesesHandelsvertrages, so zu pflegen, daß wir schon in der