Herr Sonneinann und die Frankfurter Zeitung. 239
Frankfurter Wählerschaft ja viel zu klug, um das nichtauf den ersten Blick zu erkennen, und dann hätte sie ihnnicht gewählt. So war mein Argument gemeint. Alsoich hatte den Herrn Vorredner vollständig exkulpiert.Wenn dann der Herr Vorredner mit dem gui s'ox-0 U 86 »'aeoass die Sache wieder ausgenommen hat, sobedaure ich das, aber ich berufe mich auf den steno-graphischen Bericht, ich habe ausdrücklich gesagt: beidem Herrn Abgeordneten ist das nicht möglich, weil ichdie Wähler, und namentlich die Frankfurter — das sindja ganz feine gescheite Leute — für viel zu klug halte,um einen französischen Agenten zu wählen, also ist esnicht möglich, daß der Herr Abgeordnete in diese Kate-gorie fällt. Ich meine also, vollständiger kann man denVerdacht nicht abwehren, als hätte ich mit den Leuten,die ich vor 1870 kennen gelernt habe, und dem HerrnRedner irgend welche Analogie machen wollen. Ich habenur angeführt, daß das Journal des Herrn Rednersganz ausgezeichnet unterrichtet ist, es hat manchmalfrüher als ich durch diplomatische Berichte die Inten-tionen der französischen Regierung erkannt. Das isteine Geschicklichkeit des Zeitungsredakteurs, die sehr be-neidenswert ist, und die ich jedem andern, der mir inandern Sachen sympathischer ist, auch wünschen möchte;aber den Vorwurf, gegen den der Herr Vorredner sichentschuldigt und behauptet, er widerstreite das, den habeich ihm nicht gemacht. (Ruf: zur Sache!) — MeineHerren, die Sie mich „zur Sache" rufen, dazu habenSie in keiner Weise das Recht! Ich nehme hier dasWort kraft der Erlaubnis des Präsidenten und des ver-fassungsmäßigen Rechts. Ich bitte den Herrn, der mir„zur Sache" zugerufen hat, sich zu nennen, damit er