Der Fortschritt die Vorfrucht des Sociolismus. 219
sie in Frankreich abbrachen, aufschlagen könnten; daßihnen da Deutschland in erster Linie einsiel, dorthin dieAgitation in erster Linie zu verlegen, das wundert michgar nicht. Ein Land mit so milden Gesetzen, mit sogutmütigen Nichtern (Lachen und Widerspruch beideu Soeialdemokraten) — meine Herren, sind unsreRichter nicht gutmütig, sind sie etwa bös? (Wider-spruch, Heiterkeit) mit so gutmütigen Richtern,ein Land mit hervorragender Freude an der Kritik, na-mentlich wenn sie die Regierung betrifft, ein Land, indem der Angriff auf einen Minister, das Tadeln einesMinisters noch heute für eine That gilt, als ob wir nochAnno Dreißig lebten, — ein Land, wo die Anerkennungfür irgend etwas, das die Regierung thut, gleich in denVerdacht des Servilismus bringt, ein Land, in dem dieOperationsbasen des Sorialismus, die großen Städte,durch die fortschrittliche Bearbeitung sehr sorgfältig vor-bereitet waren (Heiterkeit), wo die Diskreditierung derBehörden und der Institutionen durch die fortschrittlicheAgitation bereits einen sehr hohen Grad erreicht hatte,— das hatte sein Anziehendes. Der Fortschritt ist,um landwirtschaftlich zu sprechen, eine sehr guteVorfrucht für den Socialismus als Bodenbe-reiter (Heiterkeit), er gedeiht danach vorzüglich. Daßbeide sich äußerlich, wenigstens in Reden — in Thatenhaben wir es noch nicht erlebt — bekämpfen, nun, dasmag auch von der Eigenart der Fruchtarten gelten, diedoch gern und gedeihlich aufeinander folgen. Thatsacheist aber, sie fanden die Achtung vor den Institutionenzerstört, die Neigung, sie in Bild und Wort mit Hohnzu überhäufen, die Freude an diesem Hohn bei jedemPhilister, der nachher froh ist, wenn er aus den Folgen