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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Reichstagssession von 1878.

aber ich habe die Zweifel, die mir entgegentraten, auch ff

nicht einen Augenblick geteilt, und ich habe mir damals f

gedacht, es ist besser, diese Zweifel in freundlicher Weise -s

durch eine Gesetzesvorlage zu erledigen, von der ich H

glaubte, sie sei sehr leicht gemacht, da ich annahm, dar-über, daß es notwendig sei, würden alle einverstanden >

sein, als mich darüber mit einem so gewandten Dialek- s

tiker, wie es Herr Professor Hänel ist, zu streiten. Des- s

halb fügte ich mich und hielt es für eine Sache, die an f

einem Tage abgemacht sein würde; aber ich glaubte i

nicht, daß ich damit diese bedeutenden Diskussionen her- ij

vorrufeu würde, die inir schon gleich, wie die Sache be- ?

kannt wurde, aus den Zeitungen entgegengetreten sind, f

und die ich hätte vorahnen können, wenn ich in gesunder 2

Lage die Reden, die mein Urlaubsgesuch begleiteten, ge- s

lesen hätte. Ich muß auch gestehen, ich habe damals ^

nicht geglaubt, daß ich wiederkommen würde, und es war imir einerlei, wie die Sache erledigt wurde. ;j

Wenn ich also der Meinung bin, daß ich das Recht s

auf volle und auf Gesamtvertretung ohnehin laut der H

Verfassung habe, zehn Jahre geübt habe und noch heute s,besitze, und daß diese Gesetzesvorlage nur das Bedürfnis ^hat, demjenigen, welchem es zweifelhaft ist, eine fried- i!liebende und versöhnliche Brücke entgegenzutragen, so binich in Beziehung auf die Vertretung in einzelnen Ressorts !allerdings nicht derselben Ueberzeugung; das kann man sohne zwingende Auslegung aus der Verfassung nichtherauslesen, und gerade in Bezug auf die einzelnen ^Ressorts bedarf meines Erachtens jeder Kanzler, nichtbloß einer, der augenblicklich gehindert ist, einer gewissenVertretung. i

Der letzte Herr Vorredner (Abgeordneter Windthorst)