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Die Reichstagssessioa von 1878.
ein Halbdutzend Gesandte in Gasthöfen waren und Politikgegen ihren Minister trieben. Nun, ist es nicht dankens-wert, daß wir damals der Versuchung, Rußland denKrieg zu verbieten oder zu erschweren, widerstanden haben?Es war damals auch das „germanische Interesse", inwelchem der Krimkrieg geführt wurde, in dessen Namenunser Beistand gefordert wurde; es war nur das Auffällige,daß der gesamte deutsche Bund die Ansicht nicht teilte, daßes ein germanisches Interesse wäre. Ich glaube, es wardas einzige Mal, wo ich mich in Frankfurt im Bundes-tage an der Spitze der Majorität befunden habe, undwo Oesterreich in der Minorität war. (Heiterkeit.)
Alle Stimmen waren darüber einig, daß eskein deutsches Interesse sei, trotz des angeblichen Inter-esses der Douauschiffahrt von Regensburg hinunter,mit welcher viel Humbug getrieben wurde. So kannich dem Herrn Vorredner anführen, daß eine von ihmsonst so hoch geachtete Autorität, die Mehrheit des altenBundestags, in diesem Falle nicht auf seiner Seite stehtund nicht meinte, daß es ein germanisches Interesse sei,mit Rußland für Bulgarien Krieg zu führen.
Ich könnte die Zahl der Interventionen, bei denenman sich gewissermaßen die Finger verbrannt hat, jaaus der neuesten Geschichte noch vermehren. Ich erinnerean die von uns nur beabsichtigte Intervention vonVillafranca. Es war eine Friedensstiftung, die unsnachher von keiner Seite gedankt wurde. Ich erinnerean die Friedensstiftung Napoleons gleich nach der Schlachtvon Sadowa, — die Sachen sind damals nicht sehröffentlich geworden - - aber was ich mir damals darübergedacht habe, das weiß ich und habe es dem KaiserNapoleon nicht vergessen; ich habe gut Buch