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Die Reichstagssession von 1878.
nicht gethan, und angesichts der, wie ich hoffe, bevor-stehenden Konferenzen wäre es voreilig, solche zu thun,bevor man nicht auf den Konferenzen diese Mitteilungenals Material vorliegen hat und in der Lage ist, dieMeinungen darüber gegenseitig auszutanschen. Was eineAenderung gegen die Stipulationen von 1856 sein wird,das wird also der Sanktion bedürfen; wenn es sie nichterhielte, folgt daraus immer noch nicht notwendig einneuer Krieg, aber es folgt ein Zustand daraus, den,glaube ich, alle Mächte Europas Grund haben, zu ver-meideil — ich möchte ihn fast eine Versumpfung derFrage nennen. Nehmen Sie an, daß in der Konferenzeine Einigung über das, was zu geschehen hat, nicht zu-stande käme, daß die beteiligten Mächte, welche solchesvorzugsweises Interesse haben, den russischen Stipula-tionen zu widersprechen, sagen: es konvenirt uns indiesem Augenblick nicht, darüber Krieg zu führen, abereinverstanden sind wir mit dem, was ihr abgemacht habt,auch nicht, wir behalten uns unsre Entschließung vor— das ist doch ein Zustand der Dinge, der auch derrussischen Politik nicht erwünscht sein kann. Die russischePolitik sagt niit Recht: wir haben keine Neigung, unsalle zehn oder zwanzig Jahre der Notwendigkeit einertürkischen Kampagne auszusetzen, die sehr aufreibend,anstrengend und kostspielig ist; aber sie kann auch nichtwünschen, dieser Gefahr, die einer sich vielleicht in zehnoder zwanzig Jahren wiederholenden österreichisch-eng-lischen Verwicklung zu substituiren. Ich glaube also, esliegt auch im Interesse Rußlands, wie es in dem allerübrigen liegt, zu einer Abmachung zu kommen und dieSache nicht unabgemacht auf spätere vielleicht unbeque-mere Zeiten zu verschieben.