Der ehrliche Makler.
57
nichts in Frage, wir können nicht besser, nicht schlechtergestellt werden, als wir bisher gestanden haben.
Das Interesse, welches wir an einer besseren Re-gierung der christlichen Nation, an einem Schutz gegenGewaltthaten, wie sie leider unter türkischer Herrschastmitunter vorgekommen sind, haben, wird durch diezuerst genannten Punkte gewahrt werden, und das istdas zweite, minder direkte, aber doch menschlich indizierteInteresse, welches Deutschland an der Sache hat.
Der Rest der Präliminarienstipulationen besteht in— ich will nicht sagen Redensarten, es ist ein amtlichesAktenstück — aber es hat keine Wichtigkeit für unsreheutige Verhandlung.
Mit dieser Darlegung habe ich, soweit ich kann,den ersten Teil der Interpellation über die Lage derDinge im Orient beantwortet und fürchte, daß ich nie-manden in dieser Sache etwas Neues gesagt habe.
Der fernere Theil der Frage betrifft die Stellung,die Deutschland zu diesen Verhältnissen, zu diesen Neue-rungen genommen hat, respektive nehmeil wird, die ge-nommene und die zu nehmende Stellung.
In Bezug auf die genommene Stellung kann ichIhnen für den Augenblick keine Mitteilung mache»;denn wir sind amtlich seit sehr kurzer Zeit, ich kannwohl sagen, buchstäblich erst seit diesem Morgen im Be-sitz der Aktenstücke, auf die ich vorhin Bezug nahm.(Hört! hört!) Was wir früher davon wußten, stimmteungefähr damit überein, war aber nicht von der Natur,daß wir amtliche Schritte daran knüpfen konnten, eswaren dies Privatmitteilungen, die wir der Gefälligkeitandrer Regierungen verdankten. (Hört! hört!)
Also amtliche Schritte sind von uns hierüber noch