Die Holztarife.
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258 000 auf 1 124 000 Centner gestiegen. Die Mög-lichkeit einer so massenhaften Einfuhr gründet sichnur darauf, daß das aus Oesterreich-Ungarn kommendeHolz vermöge der Differentialtarife auf den deutschenund namentlich den preußischen Staatsbahnen zu er-heblich billigerem Satze transportiert wird, als daseinheimische Holz, daß außerdem von manchen Bahn-verwaltungen für größere Transporte noch sogenannteRefaktien bewilligt werden, —das heißt ganz vom Belieben der Bahnverwaltung ab-hängige Pauschalsätze. —
In welchem Umfange ausländisches Holz durchbillige Tarifsätze vor dein einheimischen bevorzugt wird,geht aus folgendem hervor: Nach Hannover kostet eineWaggonladung von 200 Centnern durchschnittlich proKilometer bei einem Transport von einer 1400 Kilo-meter entfernten Station in Ungarn 28 bis höchstens33 Pfennige, im internen hannöverschen Verkehr kostetdasselbe Quantum für 1 Kilometer 43—50 Pfennige,also ein Aufschlag von 28 zu 50 Pfennigen, der fast80—90 Prozent ausmacht. Wird der niedrigste Satzdes internen Verkehrs von 43 Pfennigen, der aberselten vorkommt, auf den ungarischen Transport an-gcwendet, so würde sich die Fracht von 466 Mark ausUngarn ergeben; sie kostet aber infolge der Differen-tialtarife nur 349 Mark, das fremde Holz bezieht alsoeine Prämie gegen das einheimische Holz von 1 >7 Markauf dieses Quantum von 200 Centnern;wem das Gewicht nicht geläufig ist, dem bemerke ich,daß 200 Centner ungefähr 25 Kubikmeter Holz betragen.Pro Kubikmeter mußte also die Fracht von Neu-sohl nach Hannover nach den Berechnungen des in-