Die Errichtung eines Eisenbahnministeriums. 17
fand, daß die Gerechtigkeit gegen das Reich es erforderte,eine stärkere Konzentration der Eisenbahnverwaltung, Ge-setzgebung, Leitung, wenn sie überhaupt erstrebt würde,zunächst dem Reiche anzubieten, und erst, wenn das Reiches ablehnt, sich damit zu befassen, daß ich dann erst denpreußischen Staat, als den größten, berufen sehen würde,eine feste Führung in der nationalen Eisenbahnpolitikauf eigne Rechnung zu übernehmen bis zu dem Zeit-punkt, wo das Reich sich vielleicht bereit finden läßt,ohne die, wie ich glaube, unbegründete Besorgnis füreigne Rechte der einzelnen Regierungen auf den Reichs-eisenbahngedanken einzugehen. Ich habe auch deshalbdiesen Weg gewählt, weil ich die Ueberzeugung hatte,daß, wenn diese Ausgabe auf den nationalen Weg ge-bracht würde, sie dann mit weniger Bedenklichkeit undmit frischeren Kräften in Angriff genommen würde. Könnteich Ihnen für die heutige Vorlage irgend einen natio-nalen Gesichtspunkt für die Sache geltend machen, soglaube ich, würde Ihre Zustimmung nicht so sehr vondes Gedankens Blässe angekränkelt sein, der nationaleZug würde geholfen haben, die Sache zu tragen, unddas hat sich damals bestätigt, wie jemand sich trivialausdrückte: das Reichspferd zieht stärker als das Staats-pferd; es hat sich also dadurch bestätigt, daß der Ge-danke, dessen Verwirklichung ich nach wie vor stets ent-gegenstrebe, damals nach langen Kämpfen die Zustim-mung aller Minister erhielt. Der bisherige Finanz-minister war nicht von Hause aus von der Richtigkeitüberzeugt; nachdem wir im Prinzip die Zustimmungdazu erhielten, ist es uns gelungen, die Zustimmungbeider Häuser des preußischen Landtages zu einer Auf-gabe, ich kann wohl sagen, der Entsagung zu gunsten
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