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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Errichtung eines Eisenbahmninisteriums.

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gehen die Ansprüche, die er für die gründliche Vorberei-tung stellt, soweit, daß ich glaube, daß, wenn wir siealle erfüllen sollten, wenn wir solche Reform in derMinisterialverfassung einbringen, kaum die Jüngsten vonuns sie erleben würden, ich wenigstens habe keineAussicht darauf.

Was nun die Ungelegenheit der Zeit betrifft, so mußich in der Beziehung auch mit Rücksicht auf eine Aeuße-rung, die der Herr Abgeordnete Richter in der letztenSitzung gemacht hat, um der Regierung die Schuld fürdiese Angelegenheit zuzuschieben, doch historisch erwähnen,wie diese Jnterimssession, in der wir uns befinden, zu-stande gekommen ist. Als ich nach Berlin kam, war dieSachlage die, daß der Landtag aus der im ganzen Reichin der Regel geübten Rücksicht, dem Reichstage das Feldfrei zu lassen, seine Sitzungen vertagt hatte. Ich nahman, und mit mir meine sämtlichen Kollegen im preußi-schen Ministerium, daß diese Haltung des Landtages solange dauern werde, bis das Hindernis seiner Sitzungen,nämlich die Neichstagssession, aufhörte. Ich war derAnsicht, daß der Landtag überhaupt nicht vor Schlußdes Reichstages seine Thätigkeit wieder ausnehme. Ichhabe auch, seit ich wieder hier bin, nichts gehört underlebt, was mich in dieser Ansicht hätte irre machenkönnen. Ich habe die Tagesordnung des preußischenLandtages zuerst für eine des Reichstages gehalten, daich das Datum nicht ins Auge gefaßt hatte. Nun, meineHerren, nachdem der Landtag fortbestand und nicht ge-schlossen war, war er ja vollkommen in seinem Recht,wenn er, soweit es ihm opportun schien, zu Sitzungenzusammentrat, aber die Regierung war vondieser seiner Absicht nicht unterrichtet (Bewegung).