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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Prellschuß -

suchte hierauf Italien! seit 1844 Professor in Jena,wurde er 1846 nach Weimar als Oberbibliothekaru. zum Literaturvortrag bei den fürstlichen Personenberufen; 1852 machte er eine Reise nach Griechen-land u. Kleinasien u. st. 21. Juni 1861 in Weimar.Er gab u.A.heraus: Demetern.Perscphone, Hamb.1837; Lolomonis krnxin., Lpz. 1838; Griech. My-thologie, 2 Bde., 3.A. 1872,1875 (vouPlew); Rom.Mythologie, 3.A. (von N. Köhler) in Vorbereitung(1878); mit H. Ritter Ilistoria. pliilosapstiag xraoo.st rom. sx konbinrn loois oontoxba, 1838, 4. A.,Gotha 1869. Ausgcw. Aufsätze aus dem Gebiete derAlterthumswiffenschaft, hcranSgcg. von R. Köhler,1864. l) Regnet.

Prellschuß, Schuß, welcher von einem Gegen-stände ohne einzudringeu wieder abprallt.

Premery, Stadt im Arr.Cosne des franz.Dcp.Niövre, an der Nicvre; Wollspinnerei, Eisenham-merwcrke, Fabrikation von hydraul. Kalk; (1877)1242 Ew. (Gem. 2401).

Premeti (Premedi), Stadt im türk. Vilajet Ja-uina, an der Wojutza in gebirgiger Gegend gelegen;fast nur von Albanesen bewohnt; 3000 Ew.

Premier (fr.), der Erste; der Oberste, der Höchste;so Premierminister; Premierlieutenant, s.u. Lieutenant.

prennntbes L. (Hasenlattich). Pflanzengatt, ausder Fan>. der 6ompositns-0i6lioii>.esg.ö (XIX. 1);Hülle meist 8blätterig, durch die äußeren kürzerenBlättchen dachig; Blüthen einreihig; Achcne zusam-mengedrückt, schnabellos oder mit südlichem Schna-bel; Fruchtkrone haarig. Art: ?. xnrpnroa. L., mitoiolettpurpurfarbenen Blüthen, in schattigen, bergi-gen Gegenden.

Prenn (Preny), Stadt im russ. Gouv. Ssuwalki(Polen), Kr. Mariampol, am linken User des Rie-men, mit einiger Industrie; 1871: 3090 Ew. Inder Nähe Papierfabriken u. Glashütten.

Prcnzlau (Prenzlow), 1) Kreis im preußischenRegbez. Potsdam, von der Ucker durchflossen u. vonden Linien Angermünde-Pasewalk-Stralsund (Vor-pommersche Bahn) und Pasewalk-MecklenburgischeGrenze der Berlin-Stettiner Eisenbahn durchschnit-ten; 1133,„g HKm (20,ss UM) mit (1875) 54,012Ew. 2 ) Kreisstadt darin, Hauptstadt der Uckermark,Station der Berlin-Stettiner Bahn, wird durch dieUcker in die Alt- u. Neustadt getheilt; hat 5 Vorstädte,Landgericht, höhere Mittelschule, Garnison, 7 Kir-chen (Marienkirche mit vielen Alterthümern), Gym-nasium, 5 Hospitäler, Landarmenhaus, Elisabethen-bad mit Badeanstalt, Dampf- und Schwitzbädern;Papiermühle, Tabak-u.Strohhutfabrikation, Zucker-siederei, Wollbank und Wollwäscherei, Tuchfabrika-tion, Wollen- u. Leinenweberei, 3 Maschinenfabri-ken, Tabak- u. Rübenbau; Freimaurerloge: Wahr-heit; 1875: 15,606 Einw. Im Mittelalter war P.(Primislaw) sehr fest und im 12.—15. Jahrhundertder Gegenstand harter Kämpfe zwischen Branden-burgern, Wenden u. Pommern und ward 1425 vonden Pommern eingenommen. Hier 1320 unglück-liches Gefecht für Ludwig den Brandenburger gegenBarnim III. von Pommern und 1474 zwischen denBrandenburgern u. Pommern, worauf Letztere dieLehnshohcit Brandenburgs über Stettin anerkann-ten; 28.Oct. 1806 Capitulalion des Corps dcsFür-sten Hohenlohe an die Franzosen unter Mnrat.

- Presbyter.

Preobrashensklsche Garde, das älteste unddaher bevorzugteste Infanterie-Regiment der russ.Garde, so genannt nach dem Dorfe P r e o b ra sh e n s«ko je bei Moskau, in welchem Peter I. die aus seinenSpielkameraden gebildeten Compagnien einexercirteans denen dann das 1. russische Gardsrcgiment her-vorging.

Preran (czech. Prerov), Stadt im mähr. Bez.Kremsier (Österreich), an der Beczwa, ein wichtigerKnotenpunkt der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn; fe-stes Bergschloß mit Thurm (einst Sitz des KönigsMatthias Corvinus), Staatsrealgymnasinm, Ober-gymnasium, Oberrcalschule, Ackerbanschule; Fabri-kation v.Seilerwaarcn, Rübenzucker, Branntwein rc.,Kalkbrennerei, lebhafter Handel; (1869) 7213 Ew.P., eine der ältesten Städte Mährens, wurde 1241,zu welcher Zeit es schon 16,000 Ew. hatte, durchdie Mongolen zerstört, von Ottokar II. 1256 aberwieder anfgebaut; war im 16. Jahrh. in Handeln.Gewerbe die erste Stadt Mährens, erlitt aber 1642durch die Schweden eine zweite Zerstörung. Schro-t.

Presburfl, s. Preßburg.

Presbyopie (v. gr. prosdz-s, derGreis, u. oxs,Auge), Fernsichtigkeit, der infolge des zunehmendenAlters n. der damit verbundenen Abnahme der Ac-comodationsfähigkeit des Auges cintretende Zustanddes Unvermögens nahe Gegenstände deutlich zu er-kennen; s. Angenpflege S. 370 u. Brillen S. 84.

Presbljs (gr.), so v. w. Gesandter.

Presbyter (v. Gr., Ältester), eine wahrscheinlichin den judenchristlichen Gemeinden aufgekommeneu. mit der jüdischen Synagoge zusammenhängendeBezeichnung für das älteste christliche Gemeindeamt.Es ist dasselbe Amt wie in den ursprünglichen Pau-linischeu Gemeinden das der Vorsteher (wgoearchllk->-or), Aufseher (irrruxorror), eine Mehrzahl solcher,derenObliegenheit neben derBesorgung der äußerenAngelegenheiten der Gemeinde u. der Leitung ihrerBerathungen ».Beschlüsse das Zusammenhalten der-selben durch seelsorgerliche Thätigkeit an den Ein-zelnen und Überwachung der erbaulichen Versamm-lungen war, neben welchem Amt das Lehren u. dieSorge für Arme, Kranke rc. als freie Leistung Ein-zelner je nach besonderer Begabung herging. Erst in jder Apostelgeschichte, also schon gegen Ende des 1.u. Anfang des 2. Jahrh., tritt dieses Amt mit demNamen des P-amtes als ein solches auf, dem auch^das Lehren schon als regelmäßige Function zukommt su. das schon eine hervorragende Stellung in derGe-imeinde einzunehmen beginnt (imEpheserbrief„Anit.der Hirten u. Lehrer"). Die Pastoralbriefe zeigen-den Übergang dieses Amtes in den Episkopat. Timo-theus, Titus nehmen in diesen Briefen eine den spä-lteren Bischöfen analoge Stellung ein, wenn auch dieNamen Bischöfe u. P. hier noch gleichbedeutend sind.u. ein leitendes u. lehrendes Collegium bezeichnen,,über welches an der Stelle der Apostel Männer nnt-deni Ansehen eines Timotheus, Titus in einerMeh»zahl von Gemeinden die Aufsicht führen. Mit derAusbildung des späteren Episkopats seit Ende di»2. Jahrh. u. mit Entwickelung eines hierarchisch!» -Priesterthums wird der Name Bischof von dem iik-P. getrennt u. denLetzteren in dcrKatholischenKnch!nur die Bedeutung von snvorilotss seounäi oraim»!zuerkannt, während die Bischöfe snesräoton pruinforäinis sind. Vgl. als das Neueste u. Gründlich!'»»