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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Prehnit — Preller.

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studirte in Erlangen u. Berlin Theologie u. Philo-sophie, wurde 1850 an das protestantische Prediger-seminar zu München berufen, 1851 zum Professorder Religion u. Geschichte an dem Münchener Gym-nasium ernannt, erhielt 1874 von der theologischenFacultät in Erlangen den Doctortitel u. 1375 wurdeer ordentliches Mitglied der historischen Klasse derköuigl. Akademie der Wissenschaften. Schr. u. A.:MatthiasFlaciusJllyricns, Erl. 1859, 1860; Lehr-buch der bayer. Geschichte, 5. A., Erl. 1876; DieBriefe Heinrich L-usos, Lpz. 1867; Meister Eckhart

u. die Inquisition, Münch. 1869; DanteS Matelda,Münch. 1873; Das LvanAslium aotsrnum u. Joa-chim v. FloriS, ebd. 1874; Geschichte der deutschenMystik im Mittelalter, 1 . Th., Lpz. 1874. Löffler.

Prchnit (Knpholit), Mineral, nach dem Obersten

v. Prehn genannt, welcher es vom Caplaude nachEuropa brachte; krystallisirt im rhombischen System,die KrYstalle sind meist tafelarlig, häufig zu fächer-und garbenförmigen Gruppen verbunden, auch inPjeudomorphosen nach Analcim, Leonhardit u. A.;derb in körnigen Aggregaten u. kugelig, uierenför-mig, in schaligcr und faseriger Zusammensetzung;spaltbar, nach der basischen Endfläche ziemlich voll-kommen; Härte 6—7, spec. Gewicht 2 ,„—3. Grünin verschiedenen Nuancen, bis farblos, glasglän-zend,ans der basischen Endfläche perlmuttcrgläuzend;durchsichtig bis kantendurchscheinend; durch Erwär-me» polarisch elektrisch. Besteht aus kiesclsaurem Kalk,kieselsaurer Thonerdc u.Wasser (ll^O^l.VIgsZIgO,^).Es ist in concentrirter Salzsäure löslich, namentlich»ach dem Glühen. Findet sich am Cap der gutenHofs-imng in LenKamies-Bergen im Lande derNamaqua,beiivlarschendors inMähren u.Ratschinges inTirol,im Fassathal , Oisans in der Dauphinee, Andrcas-berg,Niederkirchen inRhcinbayern, Glasgow, Pais-ky u. a. O. in Schottland, Bergen in New Jersey.

Prcicn, ein Schiss auf See mit dem Sprachrohrainnjen, um ihm Fragen zu stellen rc. Wenn einjtriegsschiff ein Kauffahrteischiff prcicn will, so schießtes gewöhnlich den sogen. Preijchuß ab.

. Preis, 1) die Größe der Vergütung, welche fürÜberlassung eines Gegenstandes gefordert oder be-zahlt wird, insbesondere im gewöhnlichen Verkehrder Geldbetrag dasür. Dieser P. ist von sehr ver-schiedenenVerhältnissen abhängig, besonders vondemNutze», den ei» Gegenstand gewährt, von dessen ua-, türlicher Häufigkeit od. Seltenheit, dem Betrage der

- Herstellungskosten u. der Größe oder Seltenheit ders Nachfrage, dem (wechselnden) Geschmackc des Publi-; tums, der Mode rc. Man unterscheidet den natür-

- lichen P. einer Sache, welcher aus denKosten ihrer; Erzeugung entsteht, wobei Boden, Capital und Ar-s beiislohniuAnschlag kommen, u.denMarktprcis,

- »»> welchen eineSachc wirklich verkauft wird. 2) Diev Belohnung für vorzügliche Leistungen, od. die Aus1 zeichnung dafür; daher auch P.-Ausschreiben, P.-V Ausgaben, P.-Schriften. 3) So v. w. säum, Nie-l >»:»; daher P-schuhe, welche mit Riemen zuge-: «»»den werden.

n Prciscourant, Verzcichniß von Maaren mit,; dem beigesetzien Preis.

- Prcißclbeeren(Kronsbeercn),FrüchtevonVa<:-; ouüuur VittsIckaoaL.; sic sind rundlich, glatt, roth,

reisen Ende Aug. u. Ende Oct. und schmecken herb-Mer; sie werden mit Zucker eingemacht. Die erstePierers Uiuversal-LonvcrsatfonL-Lerilo». 6. Aufl. XII

Ernte pflegt nur in warmen Sommern so gut alsdie im October zu sein; unreife und faulige Früchtedürfen nicht mit eingekocht werden; letztere lassen sichdurch Waschen leicht von den guten trennen, wobeisie zu Boden sinken. In Norwegen, Jütland, dennorddeutschen Sandgegenden und Westfalen sind sieein bedeutender Handelsartikel. In NAmerika wirdjetzt eine großfrüchtigePreißclbeere(Vaootutum ma-erooarpum Art.) unter dem Namen Cronberry aufschr großen Flächen mit außerordentlich günstigemErfolge cultivirt; vom preuß. laudwirthschastlichenMinisterium sind deshalb auch umfassende Cultnr-versuche angeordnet, um möglicherweise torfige Wie-sen u. Sümpfe durch diese Pflanze auch in Deutsch-land nutzbringender zu machen. Wolds.

Prelantsch (czech. Prelonc), Stadt im böhm.Bez. Pardubitz (Asterreich), anderElbe, Station derÖstcrr. Staatsbahn; Rttbenzuckerfabrikation, Bier-brauerei, Branntweinbrennerei; (1869) 2718 Ew.

Preller, 1) Friedrich, berühmter Landschafts-u. Geschichtsmaler, geb. 25. April 1804 in Eisenach,gest. 23. April 1878 in Weimar; nahm nach absol-virter Obersecunda bei Meyer an der großherzogl.Zeichenschulc Unterricht. Da Meyer ihm wenig Hoff-nung gab, daß er es zum Künstler bringen werde,wendete sich P. der Jägerei zu, kehrte jedoch 1819ganz zur Kunst zurück, worin ihn Meyer neuerlichunterwies. Auch Goethe intercssirte sich für P. InDresden studirteP. 1821—23 dieAlten. 1824 ginger mit dem Großherzog nach den Niederlanden undtrat bei Bree in Antwerpen als Schüler ein; 1826kehrte er heim u. ging zunächst nach Mailand, 1828nach Rom, wo er sich eng an Koch anschloß u. bes.nach Poussin bildete. Nachdem er auch noch Nea-pel besucht, ging P. 1831 wieder nach Weimar zu-rück; 1834 — 36 entstanden die Odyssee-Bilder inHärtels römischem Hause zu Leipzig, 1836—37 dieLandschaftsbilder mit Scenen aus Oberon im Wie-land-Zimmer des Schlosses in Weimar u. 1836—43die 6 historisch stasfirten Landschaften aus Thüringenfür die Großfürstin Maria Paulowna ebenda. Da-rin verwerthete P. die Studien nordischer Natur, dieer 1840 aus einer Reise nach Norwegen gesammelt.Von 1856 au entstanden nach n. nach die 16 überallAufsehen erregenden Kohlenzeichnungen zur Odyssee.Der Ausführung derselben in Farbe für den Groß-herzog ging ein zweiter 2 jähriger Aufenthalt in Ita-lien 1859—61 voraus. Die Odyssee-Bilder wurdenin anderthalb Jahren vollendet u. in Wachsfarbenauf Drahtgitterrahmen ausgefllhrt. Später compo-nirte P. dazu noch geistvolle Predelle, welche Scenenaus der Odyssee behandeln, und den Genelli-FrieS.VonP. besitzen wir auch treffliche Radirungen: Hyon,an den Baum gefesselt; Landschaft mit der Ettersburg.P. muß mit Poussin u.ClaudeLorrain auf eineStusegestellt werden, wenn er auch die Form höher stelltals die Farbe. Dabei behandelt er die gegebenenMotive ganz frei, so daß sich in ihnen nur der all-gemeine Charakter der Natur ausprägt. Von seinemSohne und Schüler Friedrichzrm., geb. 1843 inWeimar, sind zahlreiche Wandgemälde im neuenTheater zu Dresden u. ein Prometheus. 2) Lud-wig, bedeutender Philolog, geb. lö.Sept. 1809 zuHamburg; studirte seit 1828 in Leipzig, Berlin undGöttingen; 1833 Privatdocent in Kiel, 1838 — 43ordcntl. Professor u. Collegienrath in Dorpat, be-7 Bend. 41