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sie 14. Febr. ISS4, sich zu ergeben u. nöthigte denZaren Michael zum Frieden von Wiäsma auf demstatus c;no ants bellum. Dadurch erschreckt, ver-stand sich auch die Pforte schnellzum Waffenstillstand.Mit Schweden wurde 1635 der Waffenstillstand auf26 Jahre erneuert, Lurch welchen Preußisch-Polenwieder an P. kam. Wladislaw wollte den Friedenbenutzen, um die Mängel der polnischen Verfassungzu heben, aber der Widerstand des übermiithigenAdels vereitelte dies, ebenso scheiterte sein Plan, dieNeligionsstreitigkeiten durch das Nelizionsgesprächin Tyorn 1644 zu dämpsen; die Jesuiten lähmte erdurch Begünstigung der Piaristen, aber die Wissen-schaften entbehrten trotzdem der Blüthe. Wladislawst. 20. Mai 1648. Sein Stiefbruder Johann II.Kasimir, Cardinal u. Jesuit (s.Johannb), wurdenun zum Könige gewählt u. heirathete des BrudersWittwe. Unter ihm verbanden sich die Kosaken, dieschon unter Wladislaw, seit 1638 von P. arg be-drängt, sich erhoben und die poln. Heere geschlagenhatten, mit Len Tataren unter Khan Islam Giraiund rissen sich nach wechselvollem Kampsc endlich1654 ganz von P. los. Da sie sich unter RußlandsSchutz begaben, entstand ein Krieg P-s mit Ruß-land, in welchem Smolensk an Rußland verlorenging. 1655 brach Karl Gustav von Schweden durchPommern in Groß-P. ein, schlug diePolen überall,drang bis Krakau vor, zwang das poln. Heer, sichihm zu ergeben u. unterwarf den größten Theil P-s.Der König floh nach Schlesien, nur seine Gemahlinhielt ihn von der Abdankung ab; als er mit einemHeere wicderkehrte, auch die Kosaken gegen dieSchweden vorrückten und Warschau entsetzten, ver-bündete sich Karl Gustav mitFriedrichWilhelm vonBrandenburg, u. durch die brandeuburg. Truppenverstärkt, griff er das poln. Heer 28.—30. Juli 1656bei Warschau an. Die dreitägige Schlacht endigtemit der Niederlage derPolcn: Warschau wurde ein-genommen und der König floh nach Lublin. Schondamals kam LieLheilnngP-s zurSprachc, derKur-fürst aber, nicht Willens, P. zu vernichten, umSchweden groß zu machen, trennte bald seine Streit-krästc von Len Schweben u. trat zum Beistände P-sans; Rußland, ebensalls eifersüchtig auf SchwedensMacht, schloß Frieden mit P. 1658 begann der KriegmitRußland wegen des Abfalls des KosakenhetmansWigowjki an P. wieder n. die Polen erfochten wie-derholt Siege. Im Frieden mit Schweden zu Oliva3. Mai 1660 trat P. Livland, Ehstland u. die Insellöset an Schwede» ab u. entsagte der Lehushoheitüber Preußen. Den Krieg mit Rußland endigte derFriede zu Andrnssow 14. Jan. 1667, in welchem P.Smolensk, Severien, Tschecnigow ».dieUkraine biszum Dnjepr an Rußland zurückgab. Auch im In-neren litt P.; die gesetzliche Einführung des freienVeto, läbenunvoto (1652), wodurch jeder einzelneLandbote einen Reichstagsbejchluß ungiltig machenkonnte, führte zur vollendeten Anarchie. Die Prote-stanten wurden aus Anlaß der Königin verfolgt und«s entstanden zwischen den Glaubensparteien blutige,zur Entvölkerung u. Verarmung führende Kriege.Wegen dieser Zerwürfnisse legte Johann Kasimir16. Sept. 1668 zu Gunsten seines Anverwandten,des Prinzen Conde, die Krone nieder u. ging nachFrankreich in ein Kloster; er war der letzte Wasaaus JagellosBlute. Die Reichsstände nahmen aber
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bei der Wahl auf den Prinzen keine Rücksicht undmachten Las Gesetz, daß kein König von P. ohneEinwilligung der Reichsstände der Krone entsagensolle, geltend. Nun fanden wieder heftige Wahlstrei-tigkeiten statt, da mehrere auswärtige Fürsten sichAnhänger unter dein mächtigen Adel erkauft hatten,während der niedere Adel auf die Wahl eines Ein-heimischen drang und es durchsetzte, daß MichaelWisnowiecki, ein ganz unbedeutender Edelmann,19. Juni 1669 gewählt wurde. Aber unvermögenddie Achtung des Adels zu gewinnen, mußte er großeDemüthigungen erdulden U. P.versank in die schreck-lichste Zerrüttung. Wegen der Kosaken kam es 1672wieder zu einem Kriege mit den Türken, denen indem Berlrage zu Buczacz Podolien mit der starkenFestung Kaminiecz abgetreten u. ein jährlicher Tri-but von 20,000 Dncaten bewilligt werden mußte.Dagegen schlug Sobieski die bis Lemberg Vordringen»den Tataren. Auch die Tücken, welche sich wiederrührten u. bci Choczim ein festes Lager bezogen hat-ten, schlug er 12. Rov. 1673 entscheidend. Tagsvorher war Michael gestorben. Der bisherige Krön-großfcldherr wurde nun als Johann lll. Sobie»ski 21. Mai 1674 einstimmig zum König gewählt;Gold wurde seinerseits hierbei nicht gespart. Ohnedie Krönung abznwarten, zog er gegen die Türkenu. bemächtigte sich der Ukraine; sein litauischer Wi-dersacherMichaetPac zog aber mit einem Theil desHeeres ab und hinderte ihn, seine Vorthcile zu ver-folgen. Die Türken eroberten einen Theil von Po-dolien, doch Johann schlug und vertrieb sie 1675.Im I. 1676 mit 10,000 Mann im Lager von Zu-rawna von 80,000 Türken cingeschlossen, brachte erdoch noch einen billigen Frieden zu Stande. Nunerst ließ er sich krönen. Durch seine Gemahlin, Ma-rie Kasimire Luise, geb. Marquise Lagrange ü'Ar»qnien, bewogen, war Johann III. dem französischenInteresse ergebe», bisdie Königin,durch Ludwig XIV.beleidigt, ihn antrieb, sich mit Österreich zu verbin-den. Er zog daher, als 1683 die Türken Wien be-lagerten, dem Kaiser mit 20,000 Polen zu Hilfe undentsetzte in Verbindung mit den Deutschen dieHaupt-stadt durch den Sieg vom 12. Sept. 1683. Nun zog ergegen die Türke», konnte aber, ohne Unterstützunggelassen, die P. früher entrissenen Gebiete nicht wie-der zurllckgewinnen. I» dem Frieden mit Rußland1686 bestätigte er die Abtretungen seines Vor-gängers an dies Reich. Zuletzt verlor er wegen derRänke seiner Gemahlin die Liebe der Polen u. starb»ach manchen Kränkungeu 27. Juni 1696. Nunmachte Ludwig XIV. große Anstrengungen, um dieWahl auf den Prinzen von Conti zu leiten, der auchschon mit einer franz. Flotte bis nach Danzig kam.Aber sein Nebenbuhler, der Kurfürst August II.von Sachsen trug den Sieg davon; er hatte nichtallein 10 Mill.Thlr. an die Wähler bezahlt, sondernwar auch des. deshalb zur Römischen Kirche überge-trcten u. hatte iu der Wahlcapitulalion versprochen,die ehemals zu P. gehörigen Lände: wieder zurück-zuerobern; so wurde er 29. Juni 1697 gewählt und15. Sept. in Krakau gekrönt. Er drang sofort mdas damals türk. Podolien ein u. da die Pforte i»Kriege gegen Österreich unglücklich war, so erlangteP. 1699 im Frieden zu Karlowitz Podolien mit derFestung Kamunccz zurück. August hatte ferner mitsRußland u. Dänemark einBündnißgegen Schweden