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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Polen (Gcsch.).

Oberschlesien u. Mähren vereinigte er mit P. 9S7erkaufte er von den heidnischen PrenßendenLeichnamLesSt. Adelbert, den er zu ihrer Bekehrung gesandt,ließ ihn in Gnesen beisetzen. Jm J. IVOV krömeKaiser Otto III. in Gnesen Boleslaw zum König u.erhob Gnesen znm Erzbisthnm; dadurch wurde dieeiste umfassende Organisation der Polnischen Kirchevollzogen und sie von der Deutschen Kirche gelöst.Boleslaw eroberte 1002 die Lausitz u. Meißen n. er-hielt vom Kaiser Heinrich II. die Belehnung mit derLausitz u. dem Lande der Milziener, machte sich 1003Böhmen lehnbar, kriegte fortwährend gegen die Deut-schen, mit Lenen er endlich 1018 in Bautzen günsti-gen Frieden schloß, besiegte die Russen, erstürmteKiew 1018 u. unterwarf die tscherwenischen Städte(um Chelm u. in Ost-Galizien). Bon da an lebte erin Frieden, ließ sich 1025 abermals krönen, um seineUnabhängigkeit vom Deutschen Kaiser darzulhun n. ft.17 . J»ni1025. Sein Sohn Mieczyslaw II., derTr ä g e, uuthätig u. genußsüchtig, verlor anJaroslawvon Kiew die tscherwenischen Städte, an Böhmen n.Ungarn die Slowakei n. Mähren u. an Kaiser Kon-rad II. die Lausitz; nur Pommern konnte er in Ge-horsam erhalten. Sein Bruder Otto vertrieb ihn1031 nach Böhmen, doch 1032 kehrte Mieczyslawwieder Heini, erschien dann in demselben Jahre aufdem Hoftage in Merseburg als Lehnsmann des Kai-sers u. st. 1034. Nun trat eine Reaction gegen die ge-schwächte Krone ein. Kasimir I. der Wiederher-steller, Sohn des Borigen, folgte unter Vormund-schaft seiner MuttcrRicheza; diese aber wurde wegenossenerBegnnstignng derDeutschen verjagt; der Adelübernahm die Regierung n. trieb auch Kasimir ausP. weg (1037). Während der jetzt eingelretenenAnarchie stellten die Pommern den Tribut ein. Ja-roslaw von Nowgorod n. Bretislaw von Böhmen fie-len in P. ein u. plünderten u. zerstörten die Städte,jaselbst das Heidenthum erhob sich wieder, P. wurdezur Wüste. Darum beriefen die P. 1039 Kasimirzurück, welcher mit Hilfe des Kaisers Heinrich III. u.iu schwerem Kanipse 1040 die Herrschaft wieder er-langte; er unterwarf Masovien, brachte Pommernzur Ruhe u. erhielt 1054 Breslau n. andere Städtevon Böhmen, Loch nur gegen Tribut, zurück, gabgute Gesetze, stellte die Kirchen wieder her, befestigtedie Fürsteugewalt u. st. 1058. Sein ältester Sohn,Boleslaw II. Smialy, der Kühne, hatte mitde» Deutschen zu kämpfen, stritt 1060—62». spätermit den Böhmen in Schlesien, griff wiederholt in dieimgar.Wirreu gegenSalomo ein,eroberte Kiew 1069,suchte aber 1070 abziehen. 1076 krönte er sich zumKönige. Hs er den Bischof Stanislaw von Krakau er-mordet hatte, erhob sich der Adel, mit der Kirche ver-bündet; u. in dem neu ausgebrochenen Bürgerkriegemußte Boleslaw 1079 flüchten u. st. in der Fremde.SeinBruder Wladislaw I. Hermann, bestiegden Thron, nannte sich aber nur Herzog. Er stellte dieRuhe her, gab dem Klerus Privilegien, stand mitBöhmen freundlich und trat durch seine zweite EheU>88 in innige Beziehungen zu seinem Schwager,Kaiser Heinrich IV. Nach vielfachen Kriegen gegenPommern, Preußen, Böhmen ».Russen, u. den eige-nen Bastard Zbigniew starb er 1 l 02 inPlock. Bo-^aw in. Krzywousty (Kruminmaul), desVor.«oh», seit 1093 Herr in Glatz, mußte zugleich gegenmnen Bruder Zbigniew, die Mähren, Böhmen und

PommcrndieWaffen;llhrcn,siegteaber. Nun bewogZbigniew den Kaiser Heinrich V. zum Kriege gegenBoleslaw, doch dieser zwang 1110 die Deutschen zumAbzüge ans P. u. behauptete seine Selbständigkeit.Von 'Neuem reizte Zbigniew die Böhmen u. Preußenznm Kriege gegen seinen Bruder, mußte sich abernach ihrer Besiegung unterwerfen u. wurde getödtetnach INI. 1118 — 1120socht Boleslaw gegen diePommern n. besiegte sie; bis 1121 war ganz Pom-mern P. unterthan gemacht n. wurde nun christiani-sirt. Gegen die Einfälle der Fürsten von Wladimiru. Halicz in P. stellte sich Boleslaw sicher; seine russiFeldzüge aber waren erfolglos, ebenso seine Ein-mischung in den ungar. Thronstreit. Den Kämpfenmit den Böhmen setzte der Friede von Glatz 1137 einZiel. 1139 theilte Boleslaw sein Land unterseine vierälteren Söhne; der älteste, Wladislaw II., erhieltKrakau, Sieradz, Lenczyce, Schlesien ».alsSenior u.Großfürst die Obergewalt über seine Brüder; Bole-slaw Masovien,Kujavien,Dobrzynu. Kulm; Mieczy-slaw Pommern u. Groß-P.; Heinrich Sandomir u.Lublin; der jüngste, Kasimir, wurde bei derTheilungübergangen; Boleslaw III. st. 28. Oct. 1139. Wla-Lislaw II. wollte n»n das ganze Land, lag in stetemZwiste mit den Brüdern, von seinem stolzen Weibe,Agnes von Österreich, geleitet, zog selbst Russen ge-gen sie herbei, wurde aber von dem Papste EugenIII. mit dem Banne belegt. Adel, Erzbischof undUnterthanen fielen von ihm ab; bei Posen 1142 be-siegt, floh er nach Deutschland (von ihm stammendie piastischen Herzöge von Schlesien, welche 1675ausstarben). Boleslaw IV. Kedzierzawy (derKrauskopf) übernahm nun sein Land ».das Senioratals Großfürst; Kaiser Konrad III. zog 1146 gegenihn, ließ sich aber rasch bereden, jedoch fiel KaiserFriedrich I. 1157 in P. ein, u. Boleslaw konnte ihnnur durch Verheißung eines großen Tributs u. derLehnsfolge znm Abzugs bewegen. Doch hielt er seineVersprechungen nicht n. Friedrich konnte Nichts vonihm erzwinge», als daß die Neffen Boleslaws, Wla-LislawS II. Söhne, 1163 Schlesien erhielten. Mitden Preußen lag Boleslaw lange in Fehde. 1165,als er in ihr Land einfiel, erlitt er eine schwere Nie-derlage, bei welcher auch sein Bruder Heinrich blieb,woraus Kasimir, der jüngste Bruder, dessen Landes-theil erhielt. Boleslaw st. 1173. Mieczyslaw III.(der Alte), sein Bruder, Herzog von Groß-P., erhieltnun als Großfürst das Seniorat, erkannte des KaisersOberhoheit an, machte sich aber so unbeliebt, daß eineVerschwörnng, an deren Spitze der Bischof von Kra-kau, Gideon Polka, stand, gegen ihn ansbrach, seinenBruder Kasimir gegen ihn erhob, nuo er 1177 insAusland floh. Das Seniorat wurde nun KasimirII. Sprawiedliwy (dem Gerechten) übertragen,welcher die Abgaben des Volkes minderte, und vielegute Einrichtungen, des. in der Verwaltung, machte,aber doch die Ruhe im Lande nicht zu erhalten undden Adel nicht zu bändigen vermochte. Groß-P. über-gab er außer Gnesen Mieczyslaws Sohne, Otto, dasHerzogthum Auschwitz trat er mit Bcuthen den Her-zögen von Schlesien ab. 1180 wurde eine Synodein Lenczyca gehalten, auf welcher den Fürsten diePlünderung der geistl. Güter bei Strafe der Exconi-nmnicationverbotenwnrde.WährendunterihmPom-mern ganz verloren ging, eroberte er von RußlandBrest (Brzesk)u.Przeniysl 1181 u. wurde Oberherc