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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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Pvlru (Gosch.).

daselbst. 1186 eroberte erMasovien n.Kujavien vonseineni Neffen Lcszek n. 1188 eroberte er das Für-stenlhnni Halicz (Halitsch). Während er 1191 anseinem Feldzüge gegenRnßlaud abwesend war, nahmsein unsllgsamcr Bruder Mieczyslaw Krakau, tonntees aber nicht halten und versöhnte sich mit Kasimir.Letzterer schlug 1192 die Jazygcn und starb 4. Mai1194. Ihm folgten seine minderjährigen Söhne,Lcszek der Weiße n. Konrad unter der Ncgcnt-schajt ihrer Mutter Helena, da Klerus n. Adel denAnsprüchen des allenMicczyslaw entgegen waren.Dessen Bersnch, Krakaus Herr zu werden, scheiterteLurch die Schlacht an derMozgawa 1195, aber 1260erhielt er, infolge einer neuen Revvlnliou, Krakau n.die Oberherrschaft über P., brach alle BcrjprechnngengcgenLeszck n. st. 1202. Sein Sohn Wladislaw IIl.Laskanogi (Schmalfnß), kriegte bis 1206 init ab-wechselndem Glück gegen Lcszel, dann wurde er ver-trieben u. Leszek Herr von Krakau n. P. Das Sc>niorats-Crbsolgegesetz Boleslaivs III. wurde 121"total aufgehoben. Damals war die königl. Gewaltznr höchsten Unbedeutendheit gesunken, in Schlesiengeboten Herzoge unumschränkt, in'Masovien Konrad;auch Pommern hatte sich der Oberherrlichkeil P-sentzogen n. die Wojwodcn u. Castellanc hatten sichzu Fürsten gemacht, Klerus und Adel waren über-mächtig. Lcszek schlug 1205 den Fürsten Roman vonHalicz total bci Zawichost, errang in Wladimir ent-scheidenden Einfluß, geriet!- mit den Ungarn wegender Oberherrschast in Halicz in lange Kriege u. ver-lor schließlich ganz seinen Einfluß n. die Oberherr-schaft in Südwest-Rnßland. Leszek wurde von Zwan-topolk, Herzog von Pommcrellen, 1227 überfallenu. in Marcinkrowo niedergehanen. Ihm folgte seinminderjähriger Sohn Bolcslaw V. W-ydliwy(der Keusche); um seine Vormundschaft stritten seinOheim, Herzog Konrad von Masovien, und HerzogHeinrich l. von Breslau; ja Konrad, nachP. lüstern,nahm ihn 1230 gefangen, doch entkam er bald. 1232trat Boleslaw an Heinrich Krakau u. eilten Thcit vonSandomir ab. 1241 rief der Adel in Krakau Bo-leslaw znm Herrn aus u. er behauptete sich in Kra-kau und Sandomir. Herzog Konrad stritt um P-sBesitz bis zu seinem Tode, 1247. Ein neuer Einfallder Tataren, 1259, die Sandomir und Krakau ver-heerten, zwang den schwächlichen Bolcslaw, nach Un-garn zu flüchten, dessen König er 1260 wieder gegenBöhmen unterstützte. 1257 schlug er die Jazygen,zwang sic znm Christenthum u. 1266 besiegte er dienun in Sandomir eingefallenen Nüssen. Da er mitdem Bischof Paul von Krakau und dadurch mit derKirche in Streit gerieth, erhob sich der Adel gegen ihnu. trug 1273 dem Herzog Wladislaw von Oppeln dieHerrschaft in Krakau an, wurde jedoch glänzend beiÄrguczyn 12. Juli 1273 geschlagen, woraus Oppelnverheert wurde. Er starb 10. Dec. 1279 kinderlos.Ihm folgte Leszek II. Czarny (der Schwarze),Sohn Kasimirs, Herzogs von Kujavien, und EnkelKonrads von Masovien. Er vereinigte sein väter-liches Erbe Sieradz mit Klein-P., besiegte 1280 dieRussen u. führte 1282 einen glücklichen Krieg gegendie Litauer und Jazhgcu. Sein Streit mit BischofPaul brachte auch gegen ihn die Kirche auf u. Leszekmußte, mit Bann n. Jnterdict bedroht, nachgeben;Paul hetzte nun Len Adel gegen ihn ans, dieser ries1285 Konrad II. von Masovien ins Reich u. Leszek

floh nach Ungarn. Mit Ungarn u Knmanen warfer noch 1285 die Rebellen nieder n. >28788 ver-heerte er Masovien. Ein neuer Einfall der Tatarei,1287 nöthigte Leszek abermals znr Flucht nach Un- igarn. Als Leszek 30. L>ept. 1288 kinderlos starb,stritten sich die Herzöge Boleslaw von Masovien, >Wladislaw Lokietck (Stiefbruder LeszekCzarnys) u.Heinrich IV. von Breslau um den Thron; der ^Letztere besaß bald das Land und behauptete es ge-gen die Angriffe des Wladislaw Lokietck (der Ellen-lange). Als Heinrich IV. kinderlos 23. Juni 129»starb, rangen Przeun-ilaw II., Herzog von.Groß-P., und Wenzeslaw, König von Böhmen, nm denThron und Wladislaw Lokietck rührte sich wieder. -P rz e m y st aw, welcher nach mörderischen Kam- j.pfen das Reich behauptete u. in Pommerellcn 1284 gdie Nachfolge erlangte, ließ sich in Gnesen 26. Juli ,1295 znm König von P. n. Herzog von Pommern 'krönen. Er nahm 1295 Pom merellcii in Besitz, wurde Iaber schon 6. Fcbr. 1296 erschlagen. Nun bestieg sWladislaw IV. Lokietck den Thron, mußte aber !darum nntLeszek von Kujavien n. Heinrich von Glo- 1gan ringen, letzterem große Gebiete abtreten u. kam Iin den Kirchenbann; Alles fiel von ihm ab n. Köniz jWenzeslaw II. von Böhmen, bereits Herr von iKrakau n. Sandomir und Oberherr Obcrfchlesieiis, ;wurde 1300 von den Großpolen znm König ernanntu. gekrönt, konnte aber bei all seiner Güte dieHerzen tder Polen nicht gewinnen. Als er 21. Juni 1305 inPrag starb, bekam Wladislaw I V. znm dritten Mal sdieKrone u. regierte nun weise, wenngleich mit wech-sclndcmGlück. Erst 1309gclang cs ihm, Groß-P., wosich Heinrich von Glogan gehalten, zu unterwerfen u.initKlein-P. zu vereinigen; dagegen ging um dieseZeitPommercllen mitDanzig n. so P-s Seestellnng an denDeutschen Orden verloren. Am 20. Jan. 1320 ließWladislaw sich zum Könige von P. krönen. MnBrandenburg lag er wiederholt in Krieg. 1327 er-kannten die schlesischen Herzöze anstatt der polnischendie böhmische Oberhoheit an. Ein Krieg mit demDeutschen Orden von 13271331 wurde mitwech-sclndein Glück geführl. Als Wladislaw März 1333starb, folgte ihm sein ZohnK asiinir III. d. Große(24. April gekrönt); er machte mit dem DeutschenOrden Waffenstillstand und trat ihn: 26 . Nov. 1335in dem Vertrag zu Wysehrad Pomnierellen ab, wo- ^gegen dieser auf Kujavien n. Dobrzyil Verzicht leistete; >diesen Vertrag verwarfen zwar die Großen, aber ec fblieb die Basis für den Frieden von italisch 23. Juli1343. Auch mit dein König Johann von Böhmen ^schloß Kasimir 19. Nov. 1335 Frieden und einfagle -der Oberherrlichkeil über Schlesien und über Pwä,jener dagegen seinen Ansprüchen auf die Krone P-s;mit Ungarn machte er cinBündniß u. sicherte 1339,in Ermangelung männlicher Erben, dem Kronprin-zen Ludwig von Ungarn die Thronfolge in P- z»-Das Versprechen, welches dieser dabei leistete, keinemFremden ein Amt zu geben u. dem Adelstand keineneuen Abgaben anfznlegcn, war die Grundlage znLen nachinaligenIKrotaoonvonta., zn derBeschranl-nng des Königlhuins n. zn dein endlichen UntergangP-s. 1340 brachte Kasimir die Oberhoheit überHa-

licz wieder an P. 1347 gab Kasimir die erste ge-schriebene Saininlnng von Gesetze», das Statt» vonWislica. Die Bekehrung der Manischen Fürstenmißlang ihm. 1310 eroberte er das Land vom «an