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Pola - ^
7005). 2 ) (St.P.-sur-Tcrnoisc) Stadt u. Hauptorlin dem 6 Cantoue u. 191 Gem^ niit 1877: 80,363Ew. umfassendcil gleichuam. 2lrr. des franz. Dep.Pas-Lc-CalaiS, an der Leruoise, Station der franz.Ilordbahn; Gerichtshof erster Instanz, Commnual-College, öffentliche Bibliothek, Museum; Gerberei,Barcheutfabrikation, Handel mit Wolle, Öl u. Tabak,eisenhaltige Mineralquelle; 1877:5040 Ew.H BernsPola lslav. Pnl), alte Seestadt und Hanptort indein gleichnamigen Bez. der Markgrafjchaft Istrien(österr.-illyr. Küstenland), an der SSpitze der Halb-inscl Istrien u. ani Busen Porlo della stiose, der hiereinen sehr geräumigen n. vorzüglichen Hasen bildet,Station der Österreich. Sttdbahn (Divacca-P.), Sce-sestung ersten Aiangcsn. Hauptlriegshafcndcr östcrr.-nngar. Monarchie, mit gut gepflasterten Straßen u.mehreren neuen Stadlthcilen. P. ist Sitz eines Ha-scnaduiiralats, eines Hafenkapilanats, eines Fest-ungscommandos, eines Domkapitels ».eines Bischofs(abwechselnd mit Parcnzo) n. hat schöne Kathedraleaus dem 9. Jahrh., Gouvernementsgebäudc, Mu-nicipalgebände, deutsche Volks- und llnterrealfchnle(von der Nlarineverwaltnng unterhalten), 2 italien.Volksschulen, tstlarine- und Civilhojpital, Theater,Marinccasino, große Jnsanteriekaserne, großes Sce-arsenal, in dessen Werkstätten n. Blagazuicn durch-schnittlich 2000 Arbeiter beschäftigt sind, 2 Trocken-docks und ein Balancedock re. auf der Scoglio Olivi(Oliveniusel), Wasserleitung, Fischerei (Thnnfisch-sang), Handel, namentlich mit Holz, Fischen u.Qnarz-sand (zur GlaSsabrikation), u. Lchissfahrt. In deti,neuen Stadtthcile San Policarpo (hinter dem Ar-senale) liege» Militärkascrnen, ein großes Spital n.ein Park mit dem Denkmale des Erzherzogs Maxi-milian, auf dem Monte Iaro (zwischen der eigent-lichen Stadt n. San Policarpo) bas hydrographischeAmt mit Sternwarte, Bibliothek rc. und vor diesemGebäude ein neu angelegter Park mit dem prächti-gen Dentmal des Admiral Tegetthofs (seit J uli 1877).Mit Wein n. Oliven bepflanzte Hohen umgeben dieschön gelegene Stadt, deren Klima früher ungesundwar, gegenwärtig aber gesund sein soll. Der eigent-liche Hafen, der sich in einer Ausdehnung von 5,^ümzuerst von SO., dann nach NO. erstreckt, wird durch3 quer vorliegende Inseln in ein inneres (mit derScoglio Olivi) u. ein äußeres Becken gctheilt. Vorder durch zwei Montalembcrtsche Thürme verthei-digten Hafeneinfahrt liegen die Brionischen Inseln,die mit dem Festlande Len als Vorhafen für dieFlotte dienenden breiten Kanal von Fasana bilden.Auf den dominirenden Hügeln um den Hafen herumsind starke Forts angelegt. In den Hafen von P.(nächst Triest der bedeutendste der Monarchie) liefen1875 ein 2603 Schiffe von 372,554 Tonnen Ge-halt, in den von Fasana außerdem 1170 Schiffe von84,833 Tonnen Gehalt. Die Stadt, welche 1857 erst3524 Ew. zählte, hatte 1869 bereits 10,473 Ew.(Gein. 16,324). P. bietet auch besonderes Interessedurch seine aus der Römerzeit stammenden, zahlrei-chen, zum Theil wohlcrhaltenen Reste von Pracht-bauten; die bedeutendsten sind: Tempel des Angu-stns und der Noma mit einem Porticns von sechs7 w hohen korinthischen Säulen, in, Innern dessel-ben eme kleine Sammlung römischer Alterthllmer;Tempel der Diana (angeblich, wahrscheinlicher derRoma), in Len um 1300 Las RathhanS hineinge-
öoltudicicck.
baut worden u. von dem nur noch die Rückseite vor-Händen ist; die Uortn nnron, ein freistehender, zi?r<licher, 6 in hoher Ehrenbogen im korinthischen Sillereich an Ornamenten; das Hercules- Thor jUcninllroulon), wie der Kopf und die Keule (angebrachtneben dem Schlußsteine der Wölbung) audenten; Ue1'ortn Aomiun, ein etwa 150 u. Ehr. aufgesührieSDoppelthor, sührt zum allromischen Capitole, andessen Stelle jetzt das im 17. Jahrh. von dennetianern crbanlc Castell steht; vor Allem aber dasberühmte Amphitheater, um 150 n. Ehr. erbaut,24 m hoch, 105 in im Durchmesser, 2 Reihen 5,-mhoher, osjener Bögen (je 72) über einander, als drittesGeschoß 4-eckigc Fcnstero>snnngen, Raum für 15,000Menschen bietend, äußerlich fast unversehrt, aber iinInnern arg verwüstet. P. hieß schon im Alterthum
P. u. lag am kalatioum Promontorium (jetzt Punta
di Promontorio) u. dem Uolntieus »iiins (zugleichwichtiger Hasen) an der Mündung der Arsia. Essoll nach der Sage von den Kolchiern, welche vonActes zur Verfolgung der Mcdea n. der Argonautenausgeschickt wurden, nach And. von Thrakern ange-legt worden sein; 178 v. Ehr. wurde es von LenRömern erobert n. zu einer Colonie gemacht. WeilP. im Bürgerkriege die Partei des Pompejns ergriff,ließ Angnstus die Stabt zerstören, aber ans Bittenseiner Tochter oder Gemahlin Julia unter dem Na-men stnlin l'iotns wieder ansbanen, bevölkerte siemit römischen Colonisten und erhob sie zur Haupt-stadt von Istrien. Die Polaner wciheten ihm des-halb einen Tempel. Unter Kaiser Septimins Se-verns, der als Statthalter Jllyriens P. sehr begün-stigt hatte, nannte sich P. Itv-pudlion l'olonsib undzählte damals 30,000 Ew. Im 6. Jahrh. Hannendie Gothen eine Zeit lang hier. 1148 wurde P. vonden Veneliancru, 1192 von den Pisancrn, bald nach-her aber wieder von den Benctiancrn erodcrl; 1207empörte es sich u. wurde zerstört. 1379 Lei P. Sce-sicg der Genuesen über die Venetiancr. Am l I.Sept.l8I3 wurde es von den Österreichern erobert. 1850wurde P. zum KricgShafen erklärt und in neuesterZeit zum Hauptkriegshasen der Monarchie gemacht;seitdem ist es in raschem Aufblühen dcgrifscn. Bgl.Stancovich, OolU nmtitontro cki IT, Venedig 1822;XoiMio storidm äi IT, Pola 1876; Gareis, P.und seine Umgebung, Triest 1867. H- Berns.
Polaren, polnischer Tanz; n In polaoea, nachArt der Polonaise (s. d.).
Polack, so v. w. Pole; auch Polnisches Pferd.
Polana, der 142. Asteroid, 28. Jan. 1875 vonPatisa in Pola entdeckt.
Polangcn, Stadt im russ. Gouv. Kurland, imalten Samogiticn, nahe der preuß. Grenze, an derOstsee, mit einem (1701 von den Schweden verschüt-telen) Hasen, Grenzzollamt, Bernsteinfischerei undansehnlichen Handel; 1414 Ew^ meist Juden.
Polar, die Pole betreffend; zu denPolengehörig;auch bildlich: entgegengesetzt.
Polarcoordinaten, s. Coordinaten.
Polardistanz (Polarabstand, Poldistanz) derWinkelabstand eines Gestirnes von einem der beidenHimmelspvle; wird meistens auf den Abstand vonden Polen des Äquators bezogen, doch ist es auch misdie Pole der Ekliptik möglich. Polardistanz u. De-
clination eines Sternes ergänzen sich stets zu 90 Grad.
Polardreierk (Suppleincutardreieck) eines spha-