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Bd. 14 (1879) Ostindienfahrer - Radeburg
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koelcet —

ung einer P-crkranknng resp. die Erzielung einermilderen P-form ist allein durch dieKnhpockcnimps-img (st d.) zu erreichen. Dieser Zweck wird nicht er-langt, wenn ein schon vom P-gist Anzesteckter n. imJncubationsstadinm der P. Befindlicher sich impfenlaßt; eine solche Impfung nützt nichts n. es könnensich dann Schutz-P. und wirkliche P. zu gleicher Zeitentwickeln. Das Verhalten n. Verfahren bei ansge-s brochcnerP-erkrankung ist bei mäßigen P-form:n eini rein diätetisches: kühles Krankenzimmer (14° U.),reine Luft, leichte Kost, zum Getränk frisches, kaltesod. Selterswasser, Sorge für offenen Leib. Ist dieHauttemperatur hoch, so empfehlen sich fleißige, kalteWaschungen des ganzen Körpers, bei heftigen Kopf-schmerzen kalte Umschläge oder die Eisblase auf denKopf u. stärkere Ableitungen auf den Darm. Sehrthörigt ist es dagegen, den Hantansschlag durch starkeSchwitzmittel Heraustreiben zu wollen, die Krankenüberhaupt tüchtig mit Betten znzndecken n. sie sehrwarm zu halten. Durch ein solches Verfahren machtman gutartige Erkrankungen zu bösartigen. In derAbschuppungspcriodc gibt man nahrhaftere Kostu.,um die Krusten zu erweichen, warme Bäder. Sehrharte P. läßt man mit Öl tränken, od. mit Breium-schlägen lockern. Zur Verhütung der P-narben hatmau Vieles versucht. Am meisten möchten sich Kalt-wasserumschläge auf das Gesicht während der Erup-tions- u. Blütheperiode empfehlen. Unter allen Um-ständen müssen sich die Kranken hüten, die Krustengewaltsam abznreißen und dadurch die örtliche Ent-zündung der Haut zu steigern. Kunze.

! Pocket (engl.), die Tasche, v.-boolc, das Taschen-: buch, ?.-ci>ronometor, der Taschenchronometer rc.

! Pockholz (irrthümlich Pockenholz), s. Guajakholz.

Loco (ital.), wenig.

Pococke, 1) Eduard, engl. Orientalist». Com-mentator des A. T., geb. 8. Mai 1604 in Oxford,wurde 1630 Capellan an der englischen Factorci inAleppo, 1636 Professor in Oxford, reiste nach einigenJahren wieder nach dem Orient und blieb bis 1640iu Constantinopel. 1647 kam er nach Oxford zurücku. wurde 1648 Professor der Hebräischen Sprache,zwar verlor er 1650 diese Stelle, weil er den Jn-dependenzcid nicht leisten wollte, wurde aber 1660wieder eingesetzt u. starb 10. Sept. 1691. Er gabheraus eine syrische Übersetzung der KatholischenBriefe des N. T. aus der Bodlejanischen Bibliothek,Leyd. 1630; Lpsoimsn Irisboiias Arabum (ÄbulFa-radsch), Oxf.1649, n.A.von While, ebd.1806 (danndie vollständige Übersetzung dieser Schrift, 1663);das Geschichtswerk rstottzor ei Oaukar des EutychiusvouAlexandrien, Oxf. 1628; vorta Llosis, ebd. 1655;Lommsnb. in Lliolmm, kilalsuoiri, Hossam st stos-low, ebd. 1677—99; und übersetzte H. Grotius Vsrsntats rcl. oirrist. ins Arabische, ebd. 1660. 2 )Richard, engl. Gelehrter, geb. 1704 inSouthamp-tou, bereiste 1737—41 Ägypten, Arabien u. Grie-chenland, wurde 1756 Erzpriester von Ofsory in Ir-land, 1765 von Elphin und bald darauf Bischof vonMeath,wo ernochindemselbenJahre starb; erschr.:4 äeseription ok tiro vast anck ok soms otlrsr eourr-trios,Loud. 1743, 2 Bde., Fol. (deutsch von Breyerund Schieber, Erl. 1791 f., 3 Bde.) u. veranstalteteeine Sammlung griech. u. lat. Inschriften. Wffl-r.'

pocistum (lat.), Becher; daher poculiren, be-chern, zechen, trinken.

Podcrsam.

poäacsiaenium (VosmopIr^Uum, Loo/r),

Pflanzengatt, ans der Fain. der Lompositas-klsli-antlloillsas, hoher Strauch mit großen, gelappten,gegenständigen Blättern u. kleinen, eine große Risp ebildenden weißen Blüthen. Eine Art in Mejico.

poüagea, s. Gicht.

Podalirios n. Machaon, Söhne des Äskulap,welche die Kunst ihres Vaters vervollkommncten u.mit Agamemnons Heere nach Troja zogen, wo siesich durch ihre ärztlichen Kenntnisse hohen Ruhm un-ter den Griechen erwarben. Sie wurden von derTheilnahme an den Gefechten freigesprochen, so wievon anderen Kriegsvcrpflichtungen. Vcrgl. Dio-dor, IV., 71. Bon P., der die Tochter des KönigsDamäthos, Syrna, heilte u. heirathete, soll Hippo-krates abstammen. Jedenfalls verbreitete jener dieLehren des Äscnlap nach Kos u. Knidos, wenigstensdurch seine Nachfolger. Thamhayn.

Poddielski, Engen Anton Theophil von,prenß. General, geb. im Schlosse Köpenick 17. Oct.1814, wurde im Pädagogium zu Züllichau und aufder Ritterakademie zu Licgnitz gebildet, trat 1. Mai1833 als Offizier-Aspirant ins 1. Uhlanenregimentu. kam dann als Secondelientenant ins 4. 1836 bis1839 besuchte P. die allgemeine Kriegsschule, wurdedann Adjutant bei verschiedenen Brigaden n. schließ-lich bei dem 3. Armeecorps, dirigirte eineDivisions-schule rc., wurde 1849 Rittmeister, kam als Major1855 in den Generalstab, wurde 1858 Commandeurdes 12. Hnsaren-Negimeitts u. erhielt als Oberst imMärz 1863 das Commando der 16. Cavalerie-Bri-gade. Im Dec.1863ging er als Oberqnartiermeisterdes alten Wrangcl zu der die Elbhcrzogthümer occu-pirenden Armee u. blieb nach beendetem Kriege alsChef des Stabes der Occupalionstruppen in Schles-wig-Holstein; 1865 wurde er Generalmajor n. 1866Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements imKriegsministerium. Während des Krieges von 1866war er Generalquarticrmeister der mobilen Armee,als welcher er 22. Juli in Eibesbrnnn mit dem österr.FM. Baron Zohr die Demarcationslinie beider Ar-meen absteckte. Nach dem Kriege wurde er wiederDirector des allgemeinen Kriegsdeparteiyents undleistete bei der Reorganisation des Heeres guße»ordentliche Dienste; er war einer der lhätigsteu Mit-arbeiter bei Abschluß der Militärconventioncn mitden norddeutschen Staaten, bei Errichtung der neuenHeereskörper, bei Entwerfung der neuen Reglementsu. Gesetze u. bei der Erhöhung der Schlagfertigkeitder Armee. Dem Bundesrathe gehörte er als Bevoll-mächtigter an. Lange vertrat er Len leidenden Kriegs-minister von Roon. Seit 1868 Geuerallicntenant,wurde er im Juli 1870 Generalgnartiermeister derArmee, wich Moltke im Kriege nicht von der Seite u.machte sich durch seine lakonischen, wahrheitsgetreuenDepeschen im deutschen Volke allgemein beliebt. 1871erhielt er Antheil an der Nationaldotatiou. SeitFebr. 1872 ist er Generalinspector der Artillerie undGeneral der Cavalerie. Kleinschmidt.

Podda, ein Arm des Ganges beim Beginn sei-nes Deltas, s. Ganges, S. 694.

Podersam, Stadt und Hanptort im gleichnam.böhm.Bez. (Österreich), am Fichtelbache, Station derPilsen-Priesener Eisenbahn; Bierbrauerei, Mühlen;1869: 1649 Ew. — In der Umgegend Branntwein-brennereien, Rübenzuckerfabriken rc.

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