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Podest — Podwoloczyska.
Podest, s. Treppe.
Podcsta (Italien.), in Jtaüen die erste obrigkeit-liche Person einer Stadt, so v. w. Bürgermeister. Inden italienischen Republiken des Mittelalters hattendie P. oft die höchste Gewalt im Staat.
Podewilsgewehr, s. Handfeuerwaffen.
Podex (lat.), das Gesäß.
Podgoritza, befestigte Stadt in der türk. Pro».Skutari,i»i uördl. Albanien, an derMoratscha; 7500Ew. 1878 znr Abtretung an Montenegro bestimmt.
Podgorze (deutsch Josephstadt), Stadt im galiz.Bez. Meliczka (Österreich), rechts an der Weichsel,Krakau gegenüber, mit dieser Stadt seit 1850 durchdie Franz-Josephsbrücke verbunden; Salznieder-lagsamt, Leder- u. Liguenrfabrikation, Branntwein-brennerei, Dampf- u. Gipsmühlcn, Ziegelbrcnnerci;1869: 4251 Ew. (mit Stawisko). — P. war ehe-mals eine Vorstadt von Krakau.
Podhajce, Marktflecken n. Hanptort im gleich->,am. galiz. Bez. (Österreich); besuchte Jahrmärkte;1869: 5219 Ew. — Bei P. 1667 blutige Nieder-lage der Tataren durch die Polen.
Podiebrad, Stadt u. Hauptort im gleichnam.böhm. Bez. (Österreich), an der Elbe, über welcheeine Kettenbrücke führt, Station der Österr. Nord-westbahn; altes Schloß, in dem einst die Ahnherrendes Königs G. Podiebrad residirten, der hier geborenwurde, Dechanteikirche, Fabrikation von Alkohol,Rosoglio, Ligueuren, Öl und Rübenzucker, Dampf-mühle, Holzhandel; 1869: 3692 Ew. (Gem. 3837).
Podiebrad n.Kunstadt, böhmisches Geschlecht,benannt von den Besitzungen der Nidda in Böhmen,stammte von den alten Grafen von Berneck u. Niddain Hessen ab u. siedelte sich um 1227 in Böhmen undMährenan. Ausgezeichnet: 1) Georg Bozko vonP., König von Böhmen, s. Georg 1). 2) Hinko(Heinrich) von P., Sohn des Vor., stiftete die Linieder Herzöge von Münsterberg u. Grasen von Glatz,die 1495 die Herrschaft Podiebrad mit den Fürflen-lhümern Öls u. Wohlan vertauschten. Sie thciltensich in mehrere Linien, die 1647 mit Herzog KarlFriedrich von Öls im Mannesstamme erloschen, s.Schlesien (Gesch.), Seine Erbtochter Elisabeth Ma-ria brachte nun Öls an ihren Gemahl, den HerzogSylvins 'Nimrod von Württemberg.
poriisomsN,r»L, Synonym v.6z-mnosporan§iunr.
PodtllM (lat.), l) erhabener Ort, um darauf zutreten; 2) Erker an einem Gebäude; (j) im altenTheater der Platz um die Orchestra, auf dem dievornehmsten Personen ihren Platz hatten; jetzt dernach hinten ansteigende Fußboden der Bühne, aufdem gespielt wird.
Podiachien, Landschaft in Polen, welche gegen-wärtig das russ. Gonv. Sicdlce, sowie Theilc vonLublin u. Grodno bildet. Im 13. Jahrh. wurde P.den Jazygen von den Polen entrissen, dann kam es-an Litauen u. von diesem erst 1569 wieder zu Polen,wo es eine eigene Wojwodschast bildete. Bei denThcilungen PolensJam P. zumeist an Österreich,von diesem 1809 zu dem ueu errichteten HerzogthumWarschau u. mit diesem infolge der Wiener Verträge1815 zu dem russischen Königreich Polen, in welchemcs anfangs eine der acht Wojwodschaften bildete.
Podmaniczkll , Frigyes (Friedrich), Freiherr,Ungar. Schriftsteller, gcb. 20. Juni 1824 zu ASzvd(Pester Comitat); machte seine Studien in Miskolcz,
Pest, Epcries u. Käsmark, reiste dann eine Zeit langin Deutschland, Rußland, Dänemark, wurde nachseiner Rückkehr Mitglied der Maguatentafel, als wel-ches er bald Aufsehen erregte. Während des Jnsur-rectionskrieges biente er in der Honvedarinec alzRittmeister, mußte nach der Niederwerfung der Un-garn als Gemeiner im österrcich. Heere dienen, wurdejedoch im Juli 1850 wieder entlassen. Nun literarischthärig, gab er zuerst Mi naplömböi (Ans meinemReiietagebuchc), Pest 1853, und dann eine stattlicheReihe frisch geschriebener Romane und Erzählungenheraus. Durch Betrug um sein nicht unbedeutendesVermögen gebracht, erhielt er durch Verwendung dieStelle eines Vorsitzenden im Laudesbaurath n. daiie-
benspätcrdiceinesJutcndantenLesDlemestiZeillliär
(des Nationaltheaters) in Pest. Booch-Artosty.
Podobna(Podiib»ic),Dors im russ. Gouvernem.Grodno, in schwach hügeliger Gegend, 52 i-m norlnöstlich von Brest. Hier 12 . August 1812 Sieg derfranzösisch-sächsisch-österrcich. Armee unter Reynieru. Schwarzenberg über die Russen unter Tormassow.
poäocsrpus 77ei'K., Pflanzengatt, aus der Fam.der Oonikoiao-T'nxiitsno-Noiloonrpono (s. u. Oom-korao), hohe Bäume u. Sträucher mit bisweilen ei-förmigen, meist liuealischeu Blättern; im extranopi-schen Gebiet der slldl. Hemisphäre n. in Japan häu-fig, seltener im tropischen Asien u. Amerika.
Podol, Äirchüorfim böhm. Bez.Turnau (Öster-reich), au der Jser, Station (P.-Swijan) der Tnr-nau-Kralup-Prager Eisenbahn; Marmorbrüche,Kalkbrennerei, Heilquelle (Wenzclsbad); etwa 250Ew. Hier 26. Juni 1866 Gefecht zwischen den Öster-reichern unter Llam-Gallas u. der Avantgarde derersten prenß. Armee (Division Horn).
Podolatrie (v. Gr.), Fußanbclung, verächtlichfür Vas Küssen des päpstlichen Pantoffels.
Podolien (d. h. Niederland), russ. Gonv., be-grenzt von österr. Galizien, den Gonv. Bessarabieu,
Cherson,Kiew«. Vülhynien; das Land,42,018 Hjbm,
ist zum Lhcil flach, zum Theil gehört es zum ural-karpathischen Höhenzugc; bewässert vom Bug unddessen Zuflüssen u. dem Dnjestr u.deflen Nebeilfliis-sen von links (Sorutsch, Smotritsch, Murafa u. a.),von der Odessaer u. Kieiv-Brester Eisenbahn durch-schnitten. Das Gonv. ist bei seinen heißen Sommernu. kalten schneereichen Wintern fruchtbar u. hat aus-gezeichnete Weiden; Producte sind Getreide, das überOdessa ausgeführt wird, Obst, Wein, Tabak; Pserde-u. Rindviehzucht sind berühmt, auch Schaf- u. Bie-nenzucht sind wichtig; 1,933,188 Ew., meist Weiß-russen, auch Polen u. einige Deutsche, fast alle griech.Glaubens; neben Ackerbau u. Viehzucht ist Handelmit Landesproducten Hauptbeschäftigung; Gewerb-thätigkeit (fast nur von Deutschen geübte gering; 12Kreise; Hanptort: Kamjcuiec PoLolsk. P. gehörtefrüher zu Polen u. kam bei den beiden ersten Lheil-tingen Polens zum lleincren Theile an Österreich,zum größeren au Rußland. Dronk«.
Pvdolsk, Kreisstadt im russ. Gonv. Moskau,slldl. von Moskau, am Zusammenfluß der Motschau. Pachra u. an der Moskau-Orel-Bahn, mit leb-haftem Verkehr u. bedeutenden Baumwolleiispnme-reien; 10,973 Ew.
Podometer (v. Gr.), so v. w. Schrittzähler.
„Podwoloezyska, Dorf im galiz. Bez. SkalK(Österreich), an der russ. Grenze, Station der Ganz. .