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Pocherz
ii.kurzvorseinemTodedas Capriccio Viola Tricolor.Einen Schatz harmloser Caricaturen verwahrt dasArchiv der Münchener Zwanglosen Gesellschaft. AlsDichter schrieb P. zahlreiche Jngendschriften n. Lie-der, die Dramen: Gevatter Tod, 1855; Michel derFeldbauer, 1858; Der Karfunkel, 1860; Odoardo,1869; Herbstblätter, 1867 -c. Regnet.
Pocherz, unreines Gangart enthaltendes Erz,welches durch Aufbereitung gereinigt werden muß.
poolistts (fr.), Täschchen; danuso v.w.l?oc<:stta.
Pochkiifer, Xnobium Urb., Käfcrgatt. aus derFam. der Holzbohrer. Kleine gestreckte walzenför-mige Käfer mit fadeuartigeu Fühlern. Kops unterdas Halsschild zurückziehbar. Vermittels ihrer kräf-tigen Kiefer durchbohren Käser und Larve trockenesHolz, einigeleben vongetrocknetenthierischen Stoffen.Hierher: xsrbinax ck)., Todtenuhr 6 rum l., pech-
schwarz, unten grau behaart. In Häusern, Möbelnu. Holzgeräthe verwüstend. Die Käfer trifft man imFrühjahr u. Vorsommer an Balken, Fenstern undLhürbekleidnngen kriechend an. Sie stellen sich beider Berührung todt. Das tickende Geräusch bringensie hervor durch Hämmern mit dem Kopfe gegen dieUnterlage. Käfer wie Larve werden durch starke Hitzegetödtct. striatum KlrA., 5 nun l., Halsschildmit einem Zcckigen erhabenen Kiele, lebt ebenfalls inMöbeln, ä,. paniooniii ck)., Brodkäfcr, Brodfresser,3 ww l., hellbraun, grau behaart; Halsschild eben.In altem Brod, auch in Herbarien. tssselatnm1>'»br., 8 mm >.; dunkelbraun, haarfleckig. pus-sillinn 2 mm l., schwarz, Fühler und Beinerethbrann. Auf Holzschlägen.
Pöchlarn (Pechlartt), uralte Stadt im Bez. St.Pölten des Erzherzozthnms Österreich unter derEnns, an der Mündung der Erlaf in die Donau,Station der Kaiserin Elisabethbahn; Schloß; etwaSSV Ew. Hier stand das römijche Arelape, derStandort der dritten Donanflottille. Im iltibelun-genliede kommt P. als Bechlarn vor, wo die BurgRüdigers, des Vielgctrenen, stand.
Pochwerk,Maschine, in welchcrverschiedeneStofjedurch senkrecht niederfallende schwere Körper (Stam-pfen) zerkleinert werden. , Das P. dient zum Zer-stampfen der Ölfrucht in Ölmühlen (s. d.), zum Zer-kleinern der Baumrinde in Lohmühlen, der Knochenin Knochenmühlen, des. zum Zerpochen von Erzen,Schlacken,Hüttenabsällcn, Quarz rc.inAnfbereitungs-anstalten, Hüttenwerken u. sonstigen Fabriken. ImP. hebt eine horizontale Danmenwelle (Pochwelle)die Stampfen (Pochstempel), welche beim Nicdcrfallendas Erz rc. in einem Behältniß (Pochtrog) zerkleinern.Die Höhe, auf welche die Stempel gehoben werden(H»b), schwankt zwischen 1—5 üm. Die Pochwellewird von einem Wasserrade, seltener einer Dampf-maschine, direct oder vermittels Transmissionen inUmdrehung versetzt n. hebt gewöhnlich eine größereAnzahl Stempel in regelmäßiger Aufeinanderfolge,u. zwar jeden Stempel bei jeder Umdrehung ein- bisviermal. Demgemäß sind auch die aus der WellevorstehendenHeblinge od. Hcbcdanmen anfderWelle entsprechend vertheilt. Bon den Heblingenwerden die Stempel erfaßt n. gehoben, indem sich dieHeblinge gegen einen ähnlichen Vorsprung (Dänm-l>»g od. Knagge) anlegen. DieHeblingewerden nachder Äreisevolvente gekrümmt. Der Stempel ist ent-iveder von Holz n. dann unten mit einem schweren
— Pocic.
Eisen od. Stahlblocke (Pocheisen) beschuht oder ganzaus Eisen u. aus einem Stück. Das P. muß seinerStöße wegen sehr fest fundamentirt oder verankertwerden. Die Sohle des P-es bildet meist ein schwerereichener Balken, auf welchem eine dicke eiserne Platte(Pochplatte) befestigt ist. a) Beim Trockenpochenwerden die Erz- rc. -stücke meist der möglichsten Ver-hinderung des Staubes wegen mit etwas Wasser be-sprengt n.in nuß-bis faustgroßen Stücken inden Poch-trog gebracht. Das zerstoßen- Pulver gelangt durcheine Rühr- oder Schüttelvorrichtnng, oder auch nurdurch den Stoß der Stempel bei schrägliegender Sohleans Siebe od. in durchlöcherte Trommeln. Was hierznrückgehalten wird, wird nochmals anfgegcben. DieP-e sind aber, weil sie sehr viel Kraft beanspruchen,wenig leisten, einen, bes. in größeren Städten, nner-träglichen Lärm n.Bodenerschütternng verursachen u.durch ihren Staub der Gesundheit der Arbeiter sehrnachtheilig werden, bei größeren Etablissements all-gemein verlassen u. durch Walzen, Anctschwerke ir.Presseure., welche diese Übelstände vermeiden, aber inihrerAnlage meist ein größeres Capital ersordern, er-setzt; die Staubbildung wirdvermiedcnd) beimNaß»pochen, welchesSigismnudvonMaltiz 1507 erfandn. zuerst in Dippoldiswalde u. Altenberg anwendcte.Hierbei werden meist unreinere Erze (Pochgäuge) un-ter Zutritt von Wasser zu Pochschlamm zerpocht, wel-cher anfden Herden (s.Aufbercitung) weiterconcentrirtwird. Das Wasser wird von der Seite durch Röhrenin den Pochtrog geleitet und führt das klar gepochteErz (Pochschlich, Pochsatz) durch das mit einem Siebeverschlossene Anstragloch in Kanäle und Gruben(Sümpfe), wo sich dasselbe nach seiner Korngröße n.seinem spec. Gew. absctzt. Bei vielen Erzen ist esaber unmöglich, den Sümpfen eine solche Ausdehn-ung zu geben, daß sich auch die feinsten Theilchen ab.setzen und das abfließcnde unreine Wasser (Trübe)richtet, wenn es in die Bäche n. Flüsse gelangt ist,oft Zerstörungen ans Rieselwiesen, und unter denFischen an, weshalb Liese P-e unter staatlicher Aussichtstehen, n. ebenfalls möglichst durch Walzen, Brech-,Setzmaschinen rc. ersetzt worden sind. Sie bieten jedochden Vortheil, daß sich in den Kanälen das speeifischschwerere Erz zuerst u. die leichtere taube Gangarterst weiter unten absetzt, so daß das Pochen gleich einebedeutende Anreicherung der Erze ermöglicht. Jnngck.
Pocio, Orsat, Graf Zagorski, verdienterdalmatinischcrGelehrter, Schriftstellern. Dichter, geb.12. März 1821 in Ragnsa (dalmat. Dnbrova), stn-dirte in Padua die Rechte, wurde Kammerherr amHofe zu Parma u. bereiste, nachdem er 1817 seineEntlassung genommen,Italien,Frankreich, Rußland.Seine erste Gedichtsammlung erschien u.d. T.: Dali-jaulcs, Agr. 1819, die zweite: Rzsams (Lieder), Zara1862, dazwischen gab er die Lrdslci spomsniei (scrb.Denkwürdigkeiten), Belgr. 1858 u. das episch lyrischeGcdich:6vizeba. Wien 1861 heraus. Großes Verdiensterwarb ersieh sodanndnrchseine literar-histor.Forsch-ungen, deren Resultat in der Llavjanalca antoloAia,m rulcopisali änbrovaolcili pissnilealr (SlavischeBlumenlcsc ans handschriftlichen Ragnsan. Lieder-büchern), Wien 1811, sodann durch seine trefflichenÜbersetzungen von G. Rastics italienisch erschienenenRagnsan. Erzählungen: kovisst,viel ändrovae.Ici indas Dalmatinisch-Serbische; von Platons Gesprächenüber die Liebe, von des Polen Thaddäus Mickiewicz