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erklärlich sind. Hierzu gesellt sich bedeutende Aus-dehnung der erkrankten Brnsthälslc, die Zwischcn-rippenräume sind vorgewölbt od. verstrichen, Zwerch-fell u. Herz werden verdrängt, die kranke Brusthälstebleibt bei der Athiuung unbetheiligt, der Percussions-schall ist hell tympanitisch u. legt mau während star-ker Percussion das Ohr an die Brust, so hört manmetallischen Klang. Schüttelt man den Brustkastendes Patienten (Lnaonssio blippoorntis) so hört maugewöhnlich ein metallisch klingendes Plätschern, ähn-lich, wie wenn inan Wasser in einer Flasche schüttelt,da sich sehr bald in dem mit Luft gefüllten Brnst-fellsack eine reichliche Eiterbildung zu entwickelnpflegt. Der Zustand ist meist schnell tödtlich, wennmau cs mit schwindsüchtigen Lungen zu thnn hat;bei Verletzungen durch stechende Instrumente rc.,wenn sonstdic Lungen gesund sind, kann es zur Heilungkommen, indem die indemBrnstsellsackeingedrungeneWunde sich schließt. Die beim Plötzlich entstandenenP. anznwcndenden Mittel bestehen in Eiswasser-comprcssen n. Blutegeln aus die kranke Brnstseite ge-gen die hohe Athemnoih u. kann bei Kräftige» selbstein Aderlaß nothwendig werden, wenn sich ein starkerBlutandrang zu den Lungen entwickelt. Bei über-aus hochgradiger Spannung der Brnstwände undVerdrängung von Lungen und Herz hat mau öftergünstigen Erfolg von einem Einstich oder Einschnittin den Brnstfellsack gesehen. Kunze.
Pnyx, 1) im alten Athen ein hochgelegener Ortzwischen dem Hügel der Nymphen n. dem Mnsenm,wodieBolksversammlungen gehalten wnrden; daher2) die Volksversammlung der athenischen Bürger.
Po (im Alterthnm Eridanos n.Padns), ItaliensHanptflnß, entspringt ans dem Monte Piso in 1950 mSeehühe, durchfließt in östl. Richtung ganz Ober-italien und mündet in mehreren Armen, die einsumpsigcs Delta bilden in das Adriatische Meer.Seine Länge beträgt 060 Icm, wovon 562 Icm schiff-bar, und sein Stromgebiet umfaßt 101,879 f^Icin(1850 HWi). Er durchströmt auf seinem mittlerenu. unteren Lauf eine nur wenig geneigte Ebene (dieP-ebene, eine der sruchtbarsten Regionen der Erde)mit niedrigen Usern, welche gegen die starken Über-schwemmungen infolge der zahlreichen Älpenzuflüssedurch kostspielige Dammbauten geschützt sind. Nach-dem sich schon unterhalb Ficarolo 80 icm von derMündung rechts der P.di Primaro abgczweigt, derbei Ferrara wieder links den P. di Bolano entsen-det, thcilt sich der Strom bei Seravalle unterhalbCrespino in zwei Hauptarme den P. Li Maestra,den uördl. u. bedeutenderen, und in den südlichen,zwar kleineren, aber verkehrsreicheren P. di Goro.Das Land zwischen beiden Hanptmündnngcn ist vonNebenarmen des P. di Maestra durchschnitten, wieP. Lella Tolle, Gnocco u. a. Außerdem hatderP. diMaestra noch verschiedene nördl. Abzweigungen. Disbedeutenderen Nebenflüsse sind links: Cnsone, DoraRipera, Orco, Dora Balte«, Scsia,Agogna, Ticino,Olona, Lambro, Adda, Oglio und Mincio; rechts:Varaita, Maira, Tanaro, Scrivia, Trebbia, Taro,Enza, Secchia, Panaro, Reno rc. Die Schifffahrtauf dem P. ist bedeutend und wegen seines Wasser-reichlhnms (Älpenzuflüsse) fast garnichtnnterbrochen.Dabei ist ihr noch durch Kanalverbindungen (Na-viglio Grande, Naviglio Li Pavia, Kanal Cavour rc.)weitere Ausdehnung gegeben worden. Schroor.
k>oa L. (Rispengras), Pslanzengatt. ansderFam.der üraminLas-§sstuoaosLS (III. 2 ). Ährchen 2 -bis8blüthig, inRispen mit stielrundcrAchse ».drei-seirigeu Ästen; Hüllblätter spitz od. zugespitzt; Deck-blätter unbegrannt; Frucht länglich od. ellipsoidischstumpf dreikantig , innen flach; Griffel kurz od. seh^lend, Narben sederig; Arten zahlreich, wovon vieleeinheimisch u. als Futtergräser nützlich sind. rt,. Deck-blätter undeutlich 5nervig. a) Unteres Hüllblatt 1-,oberes Znervig; L. annua D., an Wegen sehr ge-mein, gibt, wenn es gesäet wird, gutes Heu. b)Beide Hüllblätter Znervig; Arten ausdauernd, k.buibosa L. (Schalottengras), dichtrasig, mit sticl-runden, am Grunde zwiebeligcn Stengel»; in trock-nen Wäldern n. auf Hügeln zerstreut. Hiermit naheverwandt ist ü. alpina D. L. nsmoraiis ck-., rasig,ohne Zwieheln, ebensalls mit stielrunden Stengel»;Blatthäntchen sehr kurz, gestutzt; in Wäldern n. Ge-büschen verbreitet, gutes Fnttergras. L. sorotiaackosiA., wie vorige; aber die Blatthäntchen länglich,spitz; sehr verbreitet an Ufern ».ans feuchten Wiesen.
^ L. oomprs88ir D., mit zweischneidig znsammenge-chrücktem Stengel; auf trocknen Plätzen, auch auf! Mauern, sehr gemein. L) Beide Deckblätter mit 5starken Nerven. I'. trivialis D., ohne Anslänser;
!Stengel stielrnnd; auf Wiesen verbreitet, gntesFut-tergras. L. snckoiien //usnLv, wie vorige, aber mitstack; zusammengedrückten Stengeln, in Bergwälder».ü. pratonsia D., mit langen Ausläufern, rundemStengel n. pyramidaler Rispe, ans trocknen Wiese»sehr verbreitet, ausgezeichnetes Fnttergras. Engter.
Pöbel (v. lat. Lopnlns, anchJanhagcl), die nie-drigste Klasse des Volks, welche sich durch Mangelan Bildung n. an Achtung für dieselbe, bes. sür dasSchickliche u. Gesetzliche, charakterisirt n. daher leichtzu Unfug anfzurcizen ist. Gemeinheit jeder Art, vongeringenwie vornehmen Personen, wirddeshalbauchpöbelhast genaunt;P-hcrrschast, so v. w. Ochlo-
poocstta (ital.), Taschengeige. skratie.
Pocchetti, s. Barbatelli.
Pocci, ein ans einer römischen Adelsfamilie ab-stammendes Patriciergeschlecht, welches zum Theilin Viterbo und umToscanello, zum Theil seit 1781in Bayern blüht; in letzterem Lande erhielt es 1817die Grafenwürde bestätigt. AuSdiesem bayr. Zweigestammt: Franz, Gras von, Dichter n. Künstler,geb. 7. März 1807 in München, st. daselbst 7. Mai1870, stndirte an der Universität Landshnt Rechts-wissenschaft, prakticirte in Starnberg und Dachau,dann in München u. verkehrte viel mit Lndw. Schwan-thaler, Frhrn. von Anfseß, Dom. Onaglio, Sulp.Boisseree in ritterlich roniantischer Tafelrunde beiMusik, Poesie und bildender Knust. König Ludwigernannte P. 1830 zum Ccremonienmeister, 1817znm Hofmusik-Jntendanten u. 1861 wurde er Oberst-kämmerer. P. war auf drei künstlerischen Gebietenthätig, als Zeichner, Dichter u. Musiker, oft die eineKunst mit der andern verbindend. Als Zeichner(Schüler Stiglmayrs und Schlotthaners) zeigte P.in gewisser Hinsicht nächste Ähnlichkeit mit Neuren-ther und Schwind und Ludwig Richter bekannte,durch P. aus jenes Genre geführt worden zu sein,das ihn zum Liebling des deutschen Volkes machte.Er schuf n. A. zahlreiche Radirnngen zu eigenen u.fremden Dichtungen, zeichnete viel für die Münche-ner Fliegenden Blätter n. Münchener Bilderbogen