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Plüddemann — ?Iusia ALrumL.
deren Zweigen (Neuere Geometrie, Elliptische Func-tionen rc.) widmeten, so wandte sich P. der Physik zu;viele seiner höchst bedcntendenArbciten veröffentlichteer in den 'l'ransaetüorw ot' UreU. Loeistz-; mit Fa-raday, Wheatstone, Grove ». A. stand er in stetem,regem Verkehr. Seine Hauptarbeiten bezogen sichans die magnetischen Eigenschaften der Körper (na-mentlich der Krystallc); anfdcnZusammenhang zwi-schen den optischen und magnetischen Eigenschaften;er war auch der Erste, welcher das Gesetz ansstelltc,daß jedes Gas sein eigenes Spectrum habe u. seineSpectral-Untersuchungen gaben den Anstoß zu derSpectral-Analyse. Auch diese Arbeiten sind vielfachübersehen worden. Vgl. des Unterzeichneten Schrift:Julius P., Bonn 1871; Clebsch, Zum Andenken anI. P. (Verhandl. der Götting. Akademie). Dronke.
Plüddemami,Hermanu,Geschichtsmaler,geb.17. Juli 180!) in Kolberg, gest. 21. Juni 1886 inDresden; bildete sich zuerst unter dem Maler Siegin Magdeburg, ging darauf 1828 zu Begas nachBerlin und 1831 zu Schadow nach Düsseldorf, vonwo er 1818 nach Dresden übersiedelte. Er malte vielin F-resco; so mit Heinrich Mücke auf dem Schlossedes Grasen Spee zu Hcltdorf nach Entwürfen An-derer, namentlich auch Lessings, dann nach eigenenim Rathhanse zu Elberfeld. Von seinen Staffelci-bildcrn wären zu nennen: Rolands Tod bei Ronce-val; Columbns, Land erblickend (in der National-Galerie in Berlin); Der TodFriedrichBarbarossas;Ermüdete Kreuzfahrer; Ludwig der Eiserne läßt wi-derspenstige Ritter in den Pflug spannen; Die Hin-richtung Konradins; Otto von Wittelsbach auf demReichstage in Besauxon (in der Dresdener Galerie);Luther ans dem Reichstage in Worms rc. Auch alsRadirer leistete P. Namhaftes, wie seine Beiträgeznm Album deutscher Künstler rc. zeigen. Regnrt.
Pluinage (fr.), 1) Gefieder, die Gesammtheit derFedern eines Vogels; 2 ) Fcderbnsch; 8 ) Federn znmKopfputz für Damen.
plumbsgmaosse, Pflanzensam. ans der Ordnungder Urimulinao, percnnirende Kräuter oder Sträu-cher, mit oder ohne Stengel; Blätter an der Spitzedes vielköpfigen Wnrzelstockcs zusammengedrängt,einfach, ganzrandig od. am knotiggegliedetten, ästi-gen stielrnnden Stengel, ohneNebcnblätter; Blüthenvollständig, meist verwachsenblälterig, regelmäßig;Kelch bleibend, rührig, zuweilen gefärbt, bfaltig, 5-zähnig, selten Sblätterig; Blnmenkrone dem Blüthen-boden eingefügt, zart, präsentirtellerförmig, mit 5-theiligem Saume oder öblättcrig; 5 Staubblätter,Fruchtknoten frei, sitzend, eineiig; ö Griffel od. Nar-ben; Fruchi einsamig, häutig, voni Kelche cinge-schlosscn, kapsclartig, an der Spitze bklappig, oderschlanchartig, klappenlos, an der Basis zerreißend;Keimling gerade, Eiweiß anfangs fleischig; Galt.Armsria, Ltalioe, ,VeantlioIimon, Liumba^o, 6s-ratosti^ina. Vogslia.
plumbago (Bleiwurz), Pflanzcngatt. ans derFam.IBnmbaAiiiaosas (V. 1.);Kelch rührig, özähnig,Blnmenkrone trichterförmig od. fast präsentirtellcr-fürmig ölappig, ö Stanblättcr, an der Basis ver-breitet; ein Griffel; 5 Narben; Kapsel an der Spitzeaufspringend, üklappig. Art: i?. onropasir mitpurlnreothen od. weißen Blüthen; Blätter stcngel-un,fassend, lanzettlich, am Rande rauh, die grnnd-ständigen verkchrteirund, gestielt, Stengel ästig; an
uncultivirten Orten und Zäunen in SEuropa; beiuns in Gärten im Freien, perennirend. Die Wurzel(Unckix cksntariao oder ckonbsllariao), von scharfemGeschmack, auf der Haut Blasen ziehend, war ehe-dem gegen krebsartige Geschwüre im Gebrauch; inihr ist das Plnmbagin enthalten.
Plumbum (lat.), Blei.
plum-oako (engl.), Art Kuchen mit Rosinen.PIums (fr.), Feder.
Plnmofit, so v. w. Heteromorphit.
Plumper, der Kolben einer Druckpumpe,plumüla (Bot.), Federchen, s. Embryo I).Plündern, die rechtswidrige Zueignung vonSachen der Landeseinwohner durch Soldaten imI Kriege. Nach dem deutschen Militärstrafgesetz wird! Liese Zueignung nur dann als Plünderung äuge-Ischen, wenn sie offen unter Benutzung des Kriegs-schreckens oder unter Mißbrauch der militärischenÜberlegenheit erfolgt. Der Plünderung macht sichauch Derjenige schuldig, welcher unbefugt und zumeigenen Vortheil Kriegsschatznngen oder Zwangs-lieferungen erhebt. Das P. wird mit Gefängnis) diszu 5 Jahren bestraft. Früher wurde das P. als einMittel zu Bestrafung der Landeseinwohner in be-sonderen Fällen den Soldaten gestattet. z-Plurals tantum (in der Mehrzahl Pluraliatantum),ein Wort, welches nur in der Mehrzahl gebräuchlichist, wie lat. liborl, Kinder, clivitlae, Reichthnm.pluralis, Mehrzahlform, s. dlumsrus.pluralis majeststls, Redeweise, in welcher ei» Hoch-gestellter von sich in der Mehrheit spricht, regierendeFürsten rc.; ?. moclestatis dagegen die Redeweise,in welcher Jemand ans Bescheidenheit von sich in derMehrheit spricht, z. B. der Schriftsteller in einerAbhandlung, einem Buche rc.
Pluralismus (v.Lat.), dieAnnahme eincrMehr-hcit, im Gegensatz znm Monismus.
plumms vota valent (lal.), die meisten Stimmengelten.
Plurs (Pinro), Stadt an der Maira in der ital.Prov. Sondrio; wurde 1. Sept. 1618 durch einenBergsturz verschüttet, wobei 930 Personen »ms Le-ben kamen. Im benachbarten Chiavenna hat sichi 1876 eine Gesellschaft zurWiederausgrabung gebildet.
plus (lat.), mehr; in der Arithmetik bezeichnet eseine vorznnehmende Addition u. wird durch dasZei-' chen -l- vorgestcllt.
Plüsch (Plüschsammt), sammtartigesZcug, wirdganz wie Sammt verfertigt, d.h. der Flor wird durcheine zweite Kette, die Polkette, gebildet; der Flor!ist länger als beimSammt, kürzer als beim Felbel.
I Bei dem wollenen P. ist gewöhnlich nnr diePolkctte!ans Kammwolle od. Kämelgarn, die Unterkette ausBaumwolle oder Leinen und der Schuß aus Baum-wolle. Der Möbel°P. ist gemustert, gedruckt odernach dem Weben einfarbig gefärbt, häufig durchPressen (Ganfriren) mittels gravirter, erwärmterPlatten oder anf der P-Lrnckmaschine (P-ma-schine) verziert; letztere besteht aus 2 metallenenWalzen, wovon die eine gravirt ist.
plusia gamma, Gammaeule, Znckererbseneulc,Pt'stolenvogel, Schmetterlingsart aus der Familie derEulen; 3 ein. Vorderstügcl mit einer goldigen V'Zeichnung, sonst graubraun. Fliegt von Frühjahrbis Herbst am Tage im Sonnenschein. Eier halb-kugelig-blaßgriin. Die Raupen leben anf Futter-