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Plojcsti —
Butter, Honig, Wolle, Garn, Leinwand, Hanf rc.;1877: 2790 Ew. (Gem. 5505).— P. war ehemalsbefestigt und ein wichtiger Ort.
Plojcsti (Ploesti), Stadt im Oberlande der Wa-lachei, DistrictPrahowa, amDymbow, Knotenpunktder Rnmän. Bahn; Gymnasium; hat bedeutendeWeltmärkte n. sonstigeuHaudelsverkchr; 33,000 Ew.In der ülähe Naphtagnellen, ans denen ansehnlicheQuantitäten Petroleum gewonnen werden.
Plombage (fr.), so v. w. Plombiren; das Ein-packcn einer Waare; Plombe, s. n. Plombiren.
Plombicrcs, Stadt u. Badeort im Arr. Remi-remont des franz. Dcp. Vosges, am Angroune;schöne Kirche, Hospital (vom Könige StanislausLeszczynSki gegründet); Fabrikation von Kurzwaa-ren, Eisengeräthcn rc.; berühmte, schon den Römernbekannte Heilquellen; 1877: 1693 Ew. Die Mine-ralquellen P-s sind indifferente Thermen von 15 bis54" It. Temperatur, 27 an der Zahl, welche inner-halb 24 Stunden zusammen 730 cbm Wasser lie-fern; außerdem eine kalte Eisen- u. eine sogenannteSeisenquelle. Es bestehen 6 Badeanstalten (darun-ter die Thermes Napoleon, die größte und schönstemit 4 Bassins u. zahlreichen Bade-, Douchc- u. Jn-halationscabinetten); das elegante Römische oderGroße Bad mit 24 Badccabinetten n. einem geräu-migenVestibulrc. DieBäder vonP. werden nament-lich beiLähmungenu. allen ursprünglich vom Rücken«marke ausgehenden Krankheiten, bei Unterleibs-,Nieren- und Blasenleiden, bei Krankheiten der Ge-schlechtsorgane n. des Nervensystems, Gicht, Rheu-matismus , chronischen Hautkrankheiten rc. mit Er-folg angewendet. Die Saison dauert vom 1. Junibis zum 15. Oct. Unter den zahlreichen Promena-den in der Umgegend P-s ist der Park westlich vonder Stadt der schönste. Das Bad ist in neuester Zeitnamentlich durch Besuche des Kaisers Napoleon III.sehr in Aufnahme gekommen, der auch viel zur Ver-schönerung desselben gcthan hat. Vergl. Lictard,Ltwäos slimguss sur ieo ss-rx äs Paris 1860.
Plombiren (vom Franz.), verbleien, Bleisiegelanlegen an Waarenballen oder Kisten; überhauptVerpacktes; dann an verschlossene Wagen, Schiffs-räume!, ehufsVerhinderungirgcndwelcherEntnahincvom Inhalte ohne Zerstörung des Siegels. Die An-legung solcher Bleisiegel geschieht durch die Zollbe-hörde, wenn die betreffenden Stücke mit einer Con-sumtionssteuer belegte Gegenstände enthalten, aberin dem Staate, in den sie eingehen, nicht verbraucht,sondern durch denselben entweder zollsrei oder gegeneinen geringeren Transitzoll befördert werden sollen.Die Plombe wird an der Grenze beim Ausgangeaus dem Staate durch Zollbeamte abgenommen;eine allenfallsige, während des Durchganges vorge-nommeue Verletzung derselben wird streng bestraft.Mcistentheils muß beim P. der volle Zollsatz Lepo-nirt werden, u. wird dann bei Abnahme der unbe-schädigten Plombe wieder voll erstattet, bezw. nachAbzug des Transitzolles. Reisende lassen, um derlästigen Visitation des Gepäcks zu entgehen, auchdasselbe plombiren für die Durchreise durch ein Land,in dem sie sich nicht weiter aufhalteu wollen, od. bisan den Ort, wo sie Ansenthalt nehmen wollen u. esdann visitiren lassen müssen. — P. der Zähne, s.u. Zähne. —i-
Plön (Ploen), 1) Kreis in der preuß. Provinz!
- Plimnics.
Schleswig-Holstein, durchschnitten von den LinienNeumünstcr-Nenstadt u. Kiel-Aschcberg der Altona-Kieler Eisenbahn; 959,2 Hü km (17,4-, Hü M) mit(1875) 54,000 Ew. 2) Kreisstadt darin, in ainnu-thiger Lage, zwischen dem Großen u. Kleinen P-erSee, Station der zuerst genannten Eisenbahnlinie-Schloß (1636 erbaut); Gymnasium; Cadcttenanstall(im Schlosse); Fabrikation von Tabak u. Seife, Bier-brauerei, Branntweinbrennerei, Fischerei; 1875:
2895Ew. P. istGcbnrtsortdesAstrouomeu Bruhns. ^ >
— P. ist ein sehr alter Ort, war schon früh der Sitz fvon wendischen Häuptlingen, wurde 1139 von Len jHolsteinern erobert ».erhielt 1236 das lübische Stadt- lrecht. 1564 kam es an den Herzog Johann d. Junge.
reu von Holstein-Sonderburg und war nach seinemTode 1622— 1761 Residenz der herzoglichen LinieHolstein-P. ((.Holstein,Gesetz.). Vgl.Eggers, Schloß ^n. Stadt P., geschieht!. Skizze, Kiel 1877. H. Berns.
Plon, Henry, geachteter franz. Buchdruckern.Knustverleger; entstammte einer dänischen Familie,die sich erst in Holland, dann in Frankreich »ieder-ließ, kam, 15 Jahre alt, zu Firmln Didot in Paris,richtete die königl. Bncbdruekerei in Amsterdam einu. verlegte nach seiner Rückkehr zahlreiche artistischeWerke, wie 52 Blätter Stiche nach Rafaels Loggien,
100 Blätter flamändischer und holländischer Künstler,die Biographie Thorwaldscns von Eugen P. mit 46Illustrationen ec. n. st. 25. Nov 1872. Regnet.
Plöne, Fluß, entspringt bei Berlinchen im KreiseSoldin des preußischen Regbez. Frankfurt, bildet imRegbez. Stettin den Kleinen und Großen P-See,fließt Lurch den Madüesee und mündet in mehrerenArmen in den Dammschen See.
Plöncr See, größter Landsce in der preuß.Prov. Schleswig-Holstein, 10 km lang und 8 kmbreit, an Buchten reich; wird durch die Landenge,ans der die Stadt Plön liegt, in den Kleinen undGroßen P. S. (dieser im S.) getrennt. Der Abflußbeider Seen ist die 30 km lange Schwcnline, welchebei Neumühlen in den Kieler Busen mündet.
kllongLe (franz.), der Fall der Brustwehrkroneeines Festungswerkes nach außen, welcher den vordem Wall liegenden, von demselben nicht zu bestrei-chenden Raum, den sog. todteu Winkel, möglichstverkleinern soll. Damit die Widerstandsfähigkeit derBrustwehr in ihrem oberen Theile nicht zu sehr ge-schwächt wird, darf das P. höchstens ein Sechstel derBrustwehrstärke betragen.
Plongiren (franz.), tauchen, senken.
Plönnies, 1)Louise v., dentscheDichterin, geb.
7. Nov. l803zuHanau, Tochter des bekanntcnNalur- -forschers,Medici»alrathsPH.AchillesLcislcr,verhei- ;rathetestch 1824 mit dem Medicinalrath August von rP. in Darmstadt, lebte seit dem Tode desselben, 1847,einige Jahre in Jugenheim, dann in Darmstadt, u. fstarb hier, 68 Jahr alt, 27. Jan. 1872. Sie Ichr.: -Gedichte, Lärmst. 1844; Sonettenkränze, Abälardn. Helo'ise, ebd. 1849; Oscar u. Gianetta, Mainz1850; Neue Gedichte, Darmst. 1851; Mariken vonNymwcgcn, Berl. 1853; Sawitri, München, 3.A.
1862; Die sieben Raben, ebd., 3. A. 1866; Ruth, -Stuttg. 1864, 2. A. Gotha 1869; Lilien auf demFelde, Stuttg. 1864; Joseph u. seine Brüder, Frkf.1866; Marie von Bethanien, ebd. 1867; Die Heu-Elisabeth, ebd. 1870; Maria Magdalena (geistliches-Drama), Heidelb. 1870; David, ebd. 1873; Sagen