Parthenope — Parthia.
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Parthenope, 1) die erste der Sirenen, vonihrersdurch den Adel sehr beschränkt war. Das Volk theiltezarten Mädchenstimme so genannt. Zu Neapel, wel-ssich in Freie n. Eigene, die aber milde behandelt u.che- zuerst selbst P. hieß, war ihr Grab, an welchem! zum Kriegsdienste gebraucht wurden,der Athenienser Diotimos ihr zu Ehren Fackelwett-! Geschichte. Zuerst erscheinen die Parther alsrennen stiftete; 2) s. Asteroiden Nr. 11. § den Assyrern unterworfen; mit diesenkamen sie dann
Parthenopeische Republik, das Königreich ^ unter die Herrschaft der Meder, Perser, Alexanders
Neapel unter republikanischer Form von Jan. bisJuni 1799, s. u. Sicilien, Königreich beider (Gesch.)
Parthenos(gr.),Jungfran; Beiname derAthene.
Parthch, Gustav Friedrich Constantin,bedeutender Alterthnmsforscher, geb. 27. Oct. 1798zn Berlin, studirte dort u. in Heidelberg n. machtevon 1820 eine Reise durch den größtenTheil Euro-pas, Ägypten u. Kleinasien. 1825 nach Berlin zwrückgekehrt, übernahm er die von seinem GroßvaterNicolai gegründete Buchhandlung und ward, selbstGelehrter, der literarische Mittelpunkt der gesumm-ten Gelehrtenwelt Berlins. Er Pflegte besonders dasStudium der elastischen Archäologie u. Erdkunde u.wurde 1857 Mitgl. d. Akad. d. Miss, zn Berlin, fürwelche er eine Reihe werthvoller Abhandlungenschrieb. Er st. 2. April 1872 in Rom. Er schr. u. a.Vs Mulis insnla ejusguo monnmsntns commsnta-tio, Berl. 1830; Lioilia sxantigna bairula omonciata,ebv.l 831 ;Wandcrnngendnrch Sicilien n.disLevante,I. Sicil. u. Malta, ebd. 1039, II. Nilthal 1810 ;Anhang zum II. Theil der Wand. d. S. u. d. L.,euch. 10 Steintafeln u.Erklärungen dazu,ebd. 1810;Das Alexandriuische Museum, ebd. 1838; Vovabn-iarium eoptiso-i-iiinnm n. Intnno-ooptieum, ebd.1811; Wenzel Hollar, Beschreib. Berzeichn. seinerKupserstiche, ebd. 1853—58; Kurzes Berzeichn. derHollarschenKuPsersiiche(Ansz.a.d.vor.),ebd. 1851;Erdkunde der Ägypter, ebd. 1859; Ptolomäns Lagi,Gründer d. 32. äg. Dynastie (Akad. Abh.), ebenda1889; Oase u. Orakel des Jupiter Ammon, ebd.1862;DcutschcrBilbersaal,Verzeichu.deriuDentschl.vorh. Ölbilder, ebd. 1861; Ägyptische Personenna-me» bei den Classikern, in Papyrusrollen und aufInschriften 1861; Zwei griech. Zauberpapyri desBerl. Museums 1866 ; Thebanische Papyrnsfrag-mente d. Berl. Museums 1869; Lliradilia Romas,I! ooäioibns Vntieanis smsnckata, 1869; Seine fürdas alte Berlin interessanten autobiographischen Er-innerungen (in 2 Bdn.) sind nicht im Buchhandelerschienen. Lehfelot.
Parthla (richtiger Parthyene), Landschaft inAsien, begrenzt von Hyrkanien, Medien, Karmanicn,Aria und Margiane, also ungefähr die jetzige pers.Provinz Khorasan mit dem ihr im S. anliegendenBergland Kohistan umfassend. Die Gebirge an denGrenzen waren: im O. Masdoranos, im R. Labos,nnS.Parachoathras. Die Flüsse waren unbedeutend.Das Land war wenig ergiebig, doch an Weidenplätzenreich u. deshalb zur Pferdezucht sehr geeignet. Städtewaren nur wenige vorhanden, diese selbst erst iich'pä-terer Zeit erbaut, wie Dara u. a.; die HauptstadtwarHekatompylos. DasnachmaligcGebier des Par-ihischenReiches umfaßte zur Zeitseiner größten Aus-dehnung die Länder vom Oxus bis zum Euphrat u.
d. Gr., endlich nach den Wirren der Diadocheuzeitunter die der Selenkiden in Syrien. Infolge derBedrückungen des syrischen Statthalters Ph-reklesempörte sich der Unterstatthalter, der Parther Arsa-kes, u. stiftete 250 v. Ehr. ein eigenes Reich (Par-thisches Reich). Seine Nachfolger'sArsakiden), Arsa-kes II. Tiridates (218—210) u. Arsakes III. Arta-banos I. (210 —195) behaupteten sich in schwerenKriegen gegen die selenkiden und vergrößerten dasReich Lurch die Eroberung von Hyrkanien. Der ei-gentliche Gründer der parthischen Großmacht ist aberder sechste Arsakide Mithridates I. (175—136),der bei der Auflösung des syrischen und baktrischenReiches seine Herrschaft vom Oxus bis zum Tigrisansd-hute. Sein Sohn, der grausame Phraatesll.,schlug die Empörnngsversnche der unterworfenenVölker nieder, fiel aber 126 im Kampfe gegen seinerebellischen skythischen Söldner. Unter seinen Nach-folgern kamen zuerst Römer u. Parther in Berühr-ung. PhraatesIII.(70—57) schloß 67mitPom-pejus ein Bündniß u. erhielt dadurch Mesopotamien,gerieth aber bald nach der Niederwerfung des Mi-thridates in Zwistigkeiten mit den Römern. OffenerKrieg brach indessen erst unter Orodes I. aus, alsdie Römer gegen ihn seinen von ihm vertriebenenBruder unterstützten; Crassns erlitt 53 die großeNiederlage von Karrhä, seit der der Name der Par-ther den Römern furchtbar war. Erst Ventidinsstellte 38 durch einen glücklichen Zug die Ehre derrömischenWaffen wieder her. EinJahr später wurdeOrodes von seinem Sohne Phraatss IV. getüdtet,der 36 den Antonius schlug, Medien u. Armenieneroberte, aber 27 wegen seiner Grausamkeit vertrie-ben wurde. Mit Hilfe der Skythen znrllckgekehrt,stürzte er den Gegeukönig Tiridates (21 v. Ehr.),der zu den Römern floh. Doch erreichte Phraatesdurch Auslieferung der dem Crassus und Antoniusabgenommenen Feldzeichen u. Gefangenen u. Stell-ung seiner Söhne als Geiseln, daß Angustus denTiridates nicht unterstützte. UnterseiuenRachfvlgernsank die Macht der Parther in dem Maße, daß meh-rere Könige, Bonoues I. (5 n. Ehr.), Tiridates (36),Meherdates (50) von den Römern eingesetzt wurden.Der 23. Arsakide Vologeses l. (52—60 n. Ehr.)gerieth, obwol zuerst ein Verbündeter der Römer,mit denselben in Krieg um den Besitz Armeniens,das er seinem Bruder Tiridates znwenüen wollte;doch von Corbnlo besiegt, erlangte letzterer nur Lurchdie Gnade Neros dis Krone Armeniens. Infolgedessen unterstützte Pakoros I. den falschen Nero ge-gen Bespasian. Ein neuer Krieg um Armenien brachunter Arsakes XX.VI. Kyosroes (108 — 121)aus, wiederum ungünstig für P.: Trajan eroberte112 Ätesiphon n. setzte an Khosroes Stelle denPar-
dom Kaspischen bis zum Indischen Meere. Die Par-Ahamaspates als trivntbarcu König ein. Zwar er-th«(d.h. Ausgewanderte) werden von einigen For-j hielt elfterer durch Hadrians Friedensliebe sein Reichscher» für Arier gehalten, nach anderen sind sie tnra-l 117 wieder zurück, dennoch sank die Macht der Pai>»ischen Ursprungs. Sic waren Nomaden, namentlich !ther langsam, aber stetig von ihrer früheren Höhe,als gute Reiter ausgezeichnet u.imKriege gefürchtet.! Vologeses lll. (118 — 191) wurde nach ansäug-An ihrer Spitze stand ein König, dessen Macht aber! lichen Erfolgen in Syrien nach Mesopotamien zurück-